Heidelberg Kreisliga
Saison 2013/14, 2. Spieltag

Vorbericht zum 2. Spieltag in der Rhein-Neckar-Zeitung

Sonntag 1.9.2013, 15:00 Uhr
TSV Pfaffengrund - ASC Neuenheim 2:2 (1:2)

Aufstellung des ASC Neuenheim
  1. Bastian Orth
  2. Nils Hauck
  3. Patrick Helten
  4. Arthur Herdt
  5. Vincenzo Terrazzino (81. Lukas Bachert)
  6. Juan Pablo Valdez
  7. Yves Hillger
  8. Boris Gatzky
  9. Timo Mifka (69. Stefan Holter)
  10. Serdar Özbek
  11. Vadim Bäumler
  12. Stefan Holter
  13. Lukas Bachert
  14. Atilla Ercan
  15. Burak Polat (ETW)
Tore
  • 1:0 12.Min Kevin Taylor
  • 1:1 38.Min Serdar Özbek, nach Pass von Juan Pablo Valdez
  • 1:2 45.Min Vadim Bäumler, nach Flanke von Serdar Özbek
  • 2:2 48.Min Patrick Klos

5 Karten für Neuenheim

  • 20.Min Gelb für Juan Pablo Valdez
  • 29.Min Gelb für Bastian Orth
  • 32.Min Gelb für Vincenzo Terrazzino
  • 49.Min Gelb für Timo Mifka
  • 85.Min Gelb für Serdar Özbek

Trotz Überlegenheit, trotz vieler Pluspunkte:
ASC im TSV-Duell nur Unentschieden!

Hochklassige ASC-Zaungäste beim Heidelberger Kreisliga-Derby: Bundesligastürmer Marco Terrazzino (SC Freiburg) und Regionalligaspieler Ugur Beyazal (SpVgg Neckarelz) sahen in Pfaffengrund eine turbulente Partie, auf deren Verlauf das Schiedsrichtergespann einen wesentlichen Einfluss ausübte. 2. Minute: ASC-Verteidiger Nils Hauck startet auf der rechten Außenbahn im Höchsttempo durch und flankt fast von der Eckfahne in den Strafraum. Zentrumsmann Timo Mifka wuchtet den Ball lehrbuchmäßig mit dem Kopf ins Tor - und fasst sich Sekunden später entgeistert an denselben. Zur Überraschung des perplexen Publikums erkennt der Schiedsrichter den regulären Treffer wegen einer überaus imaginären Abseitsposition nicht an.

Zehn Minuten später die nächste kapitale Fehlentscheidung des vor allem mit der Stammtisch-Lieblingsregel auf Kriegsfuß stehenden Unparteiischen. Im Gegensatz zum zu Unrecht zurückgepfiffenen ASC-Torschützen Timo Mifka startet TSV-Topunner Kevin Taylor seinen rasanten Torlauf mindestens zwei Meter im Abseits und vollstreckt unhaltbar für Neuenheims vergeblichen Tiefflieger Bastian Orth ins lange Eck (12.).

Die letzten sieben Minuten vor der Pause haben es dann so richtig in sich. 38. Minute: Neuenheims unermüdlicher Mittelfeld-Gaucho Juan Pablo Valdez adressiert einen angeschnittenen Hochpass genau in den Laufweg seines Stürmerkollegen. Serdar Özbek, einst mit dem zuschauenden Kumpel Ugur Beyazal in der Verbandsliga aktiv, vollendet chirurgisch präzise ebenfalls ins lange Eck. Auch an der Neuenheimer Führung ist der Topscorer beteiligt dieses Mal als kluger Vorlagengeber. Nach einem gewonnenen Zweikampf auf dem linken Flügel flankt Özbek flach und scharf an den Fünfmeterraum. Sturmpartner Vadim Bäumler ist zur Stelle und verwertet die Hereingabe perfekt zum leistungsgerechten 1:2-Pausenstand (45.).

Kurz nach dem Wiederanpfiff übernimmt der Schiedsrichter schon zum dritten Mal die Hauptrolle. 48. Minute: Nach einem harmlosen Techtelmechtel zwischen ASC-Kapitän Vincenzo Terrazzino und einem TSV-Angreifer ertönt ein unerwarteter Pfiff. Den Strafstoß-Witz verwandelt Patrick Klos humorlos zum 2:2-Gleichstand. Es sollte eine der letzten Pfaffengrunder Offensivaktionen in diesem einseitigen Stadtteilderby gewesen sein. TSV-Spielertrainer und - Abwehrchef Michael Weigel hat mit seinem Defensivteam nun jede Menge Sonntagsarbeit und Mühe, um sich den Angriffswellen der nun drückend überlegenen Gäste zu erwehren.

Die Ballbesitzer aus Neuenheim schaffen es jedoch nicht, u. a. eine Serie von Eckbällen in die hoch verdiente Führung umzumünzen. Mit Timo Mifka (52.), Serdar Özbek (64.) und Stefan Holter (an die Latte, 86.) schaffen es gleich drei Neuenheimer Headhunter nicht, den Ball aus vielversprechenden Abschlusspositionen heraus ins TSV-Tor zu köpfen. Auch Spielmacher Boris Gatzky zieht dreimal gefährlich ab, findet aber seinen Meister im mächtig gebauten, erstaunlich flink parierenden TSV-Torwart Christian Branz, der in der 90. Minute dessen kühne Bogenlampe über den Querbalken lenken kann.

Trotz der indiskutablen Schiedsrichterleistung zum Nachteil des ASC hatten es die Neuenheimer Spieler selbst in der Hand, das bei allem Temperament sehr faire Stadtteilderby zu gewinnen. Und so bemängelte Trainer Matthias Hohmann nach seinem Gesamtlob ("Ich bin stolz auf Euch") einzig und allein die ausbleibende Chancenverwertung nach einer vor allem im zweiten Durchgang überzeugenden Auswärtsvorstellung. Mit Vincencos mitfieberndem jüngeren Bruder Marco (siehe Foto) im Angriff hätten die Anatomen ihr Skalpell wohl tödlich eingesetzt. Doch der derzeit verletzte Deutsch-Italiener Marco Terrazzino (22) hat seinen Spielerpass nun mal beim badischen Bundesligisten und FC Bayern-Stirnbieter SC Freiburg.

Bereits am Mittwoch, dem 4. September, muss der ASC Neuenheim gegen den VfB Leimen wieder ran. Der Erzrivale hat sein Heimspiel gegen SpVgg Neckargemünd mit 5:3 gewonnen. Anpfiff am Harbigweg ist um 19.30 Uhr.

Joseph Weisbrod

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