Heidelberg
Saison 2010/11, 18. Spieltag

Vorbericht zum 18. Spieltag in der Rhein-Neckar-Zeitung

10. April 2011, 15:00 Uhr
SV Waldwimmersbach - ASC Neuenheim 1:3 (1:2)

Aufstellung des ASC Neuenheim
  1. Benny Bolich
  2. Lino Katzenberger (56. Marco Wacker)
  3. Sebastian Goedecke
  4. Christian Warnemann
  5. Michael Weigel
  6. Andreas Roth (46. Simon Erl)
  7. David Keller
  8. Daniel Toma
  9. Mathias Riedesel (83. Emanuel Smarsly)
  10. Tim Thumulka
  11. Christoph Gebhardt
  12. Marco Wacker
  13. Simon Erl
  14. Emanuel Smarsly
  15. Patrick Helten
  16. Mark Schröder
  17. Felix Frank (ETW)
Tore
  • 0:1 19.Min Mathias Riedesel, direkt verwandelter Freistoss
  • 0:2 28.Min Tim Thumulka, Kopfball nach Flanke von Mathias Riedesel
  • 1:2 29.Min Alex Blum, Foulelfmeter
  • 1:3 80.Min Christoph Gebhardt, nach Pass von Mathias Riedesel

Denkwürdiges Gelbfestival: ASC trotz Unterzahl mit drittem Sieg in Folge!

Das heißblütige Duell zwischen dem letztjährigen Meister und dem Vizemeister der Kreisklasse A konnte der selbstbewusste Gast aus Heidelberg trotz 35minütiger Unterzahl - in der 53. Minute schickte der farbenfreudige Schiedsrichter gleich zwei ASC-Spieler mit dem gelbroten Flugticket vom Platz - letztlich deutlich für sich entscheiden. Mit dem dritten Sieg in Folge bleibt die Mannschaft von Chefcoach Matthias Hohmann und Co-Trainer Mark Schröder dem Spitzenquartett in der Kreisliga Heidelberg dicht auf den Fersen.

Nach einem scharfen Freistoß (3. Minute) und einem knapp am Tor vorbei fliegenden Diagonalschuss (10.) hat der SVW sein Pulver erst einmal verschossen. Der ASC erobert sich langsam, aber zielstrebig die Platzhoheit und geht nach einigen vielversprechenden Angriffen in Führung. 19. Minute: Mathias Riedesel nimmt bei einem Freistoß aus 20 Metern genau Maß und zimmert die Kugel über die SVW-Mauer mit viel Blues im Fuß unhaltbar unter die staunende Querlatte. Zwei Minuten später kann Waldwimmersbachs reichlich beschäftigter Torwart Christian Knödler einen Einschuss von Christoph Gebhardt nach einer strammen Hereingabe von Sebastian Goedecke gerade noch abblocken.

In der hektischen, galligen und sehr körperbetonten Partie erhöhen die Anatomen aufgrund ihrer größeren fußballerischen Variabilität nicht unverdient auf 0:2. Ein Eckball von Mathias Riedesel segelt unbehelligt durch den russischen Strafraum auf den langen Pfosten. Dort lauert mit untrüglichem Killerinstinkt Tim Thumulka und köpft ungehindert ins Netz (28.) Das siebte Saisontor von TTT (Tim Thumulka Trifft). Doch schon im Gegenzug die kalte Dusche für die technisch, taktisch und läuferisch beschlageneren Gäste. Alex Blum verwandelt einen umstrittenen Foulelfmeter kalt wie die Antarktis zum 1:2 (29.).

Kurz vor der Pause wird der ICE-Sachsenpfeil Christoph Gebhardt zum zweiten Mal im Strafraum zum Entgleisen gebracht. Doch der Schiedsrichter, dem ansonsten die gelbe Karte allzu locker in der Hosentasche sitzt, will partout keinen Strafstoß für die Gäste pfeifen. Dann die ominöse Doppelampelkarte in der 53. Minute. ASC- Verteidiger Sebastian Goedecke sieht nach einem relativ harmlosen Foul ebenso gelbrot wie sein Teamkollege Tim Thumulka. Dabei hat der Neuenheimer "Aggressiv Leader" nach eigener glaubwürdiger weder das neue Unwort "Vollpfosten" (danke, Arjen Robben!) noch sonst eine (z. B. mit A beginnende) Verbalinjurie in Richtung Schiedsrichter oral abgesondert. O-Ton Thumulka: "Ich habe nur mit meinem Gegenspieler gesprochen!"

Wer unter den zahlreichen Zuschauern auf der sonnigen Sportanlage nun aber gedacht hat, dass die Waldwimmersbacher Russen in Überzahl ihre rote Armee in Gang setzen und den ASC in Grund und Boden schießen, sieht sich eines Besseren belehrt. Von einem personellen Unterschied ist in der letzten halben Stunde nichts zu sehen. Hätte allerdings Neuenheims Neuer Benny Bolich in der 65. Minute nicht mit einer Glanztat eine SVW-Mittelstreckenrakete im Tiefflug um den Pfosten gelenkt, wäre es wohl nochmals ziemlich eng geworden für den ASC.

Doch die Anatomen kämpfen gegen die keineswegs zimperlichen, aber nur mit langen Bällen operierenden Gastgeber wie die Löwen und bauen ihren Vorsprung sogar noch aus. 80. Minute: Nach einem mit viel Köpfchen gespielten Pass von Marathonmann Mathias Riedesel gewinnt Christoph Gebhardt den flotten Paartanz mit dem weit aus seiner Beziehungskiste geeilten SVW-Torwart Christian Knödler und adressiert den Ball mit sonnigen Grüßen und einer edlen Designer-Bogenlampe ins verwaiste Waldwimmersbacher Netzwerk.

Mit diesem Sieg des mannschaftlichen Könnens und Wollens setzt der ASC Neuenheim sich mit fünf Punkten vom neuen Tabellensechsten SpVgg Baiertal ab. Da die beiden Vereine und ihre Vorstände - namentlich die Vorsitzenden Dirk Döbel (SVW) und Dr. Werner Rupp (ASC) Dirk einander sehr gewogen sind, hoffen die Neuenheimer, dass der sympathische SV Waldwimmersbach in der Kreisliga bleiben und man sich auch in der nächsten Saison wiedersehen wird. Es muss ja nicht immer so hitzig hergehen wie bei diesem denkwürdigen Gelbfestival.

Joseph Weisbrod

Bericht des SV Waldwimmersbach

Nummerische Überlegenheit konnte nicht genutzt werden

Mannschaftsaufstellung: Ch.Knödler - S.Braus - S.Martine(69.O.Kohl), N.Belfiore, S.Ehmann(54.F.Brenzinger), M.Harth - M.Geiger, D.Fuhrmann(57.P.Böhm), S.Stocker - A.Blum, S.Meuter

Am vergangenen Sonntag traf unser SVW bei herrlichem Frühsommerwetter auf den ASC Neuenheim. Wie in den vorangegangenen Spielen unseres SVW neutralisierten sich in den ersten Minuten beide Mannschaften im Mittelfeld. Das änderte sich schlagartig, als ein Freistoß der Neuenheimer in der 19.Minute direkt und unhaltbar für Christian Knödler in unserem Gehäuse einschlug. Keine 10 Minuten später, wieder eine Standardsituation für die Gäste, Eckball - Kopfball - Tor und es stand 0: 2 aus unserer Sicht.

Direkt nach dem Anstoß setzte wieder einmal Alex zu einem seiner unnachahmbaren Solos an; wieder, wie gegen Wiesloch zuvor, konnte er nur regelwidrig im Strafraum gebremst werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte er ganz sicher. Bis zum Halbzeitpfiff passierte nicht mehr viel und so ging es mit 1:2 in die Pause. Kurz nach der Pause konnte der Torwart der Neuenheimer nur mit Mühe und Not einen Freistoß von Alex parieren. Im Anschluss wurden zwei Spieler des ASC Neuenheim mit gelb - rot vorzeitig zum Duschen geschickt. Wer aber nun dachte unser SVW übernimmt das Spielgeschehen, der sah sich leider arg enttäuscht.

Die Beine im Abstiegskampf sind doch recht schwer, Chancen blieben bis auf wenige Ausnahmen Mangelware. Leider war die Mannschaft nicht in der Lage, das Spiel, trotz das sich die Neuenheimer komplett zurückzogen, in die Hand zu nehmen. Im Gegenteil, der eine Gegenangriff des Gastes in der 80.Minute, konnte noch sehenswert zum 1:3 aus unserer Sicht, vollendet werden. Das Spiel war gelaufen und die Gäste brachten einen nie gefährdeten Sieg sicher nach Hause.

Fazit: Mit dieser Leistung wird es in den nächsten Tagen und Wochen nicht unbedingt ruhiger an der Haager Straße. Natürlich ist im Kampf gegen den Abstieg noch alles drin, zumal der unmittelbare Konkurrent Horrenberg auch Punkte liegen ließ und weiter nur 4 Punkte vor uns liegt. Dazu ist aber eine Steigerung einiger Leistungsträger bitter von Nöten. Wir hoffen weiter auf die tolle Unterstützung unserer Fans.

Spieltag und Tabelle