Saison 2024/25
Heidelberg Kreisliga, 19. Spieltag

Vorbericht zum 19. Spieltag

Sonntag 16.03.2025, 15:00 Uhr
ASC Neuenheim II - VFL Heiligkreuzsteinach 2:2 (1:1)

RNZ-Bericht

Vierfacher Kittel lässt Eberbach jubeln

Beim 5:0-Heimsieg gegen Frauenweiler entscheidet der ESC-Torjäger das Spiel - Leimen gewinnt 8:1 gegen Baiertal

Heidelberg. (RNZ) Die SG Kirchheim "zwo" bleibt am 19. Spieltag der Fußball-Kreisliga Heidelberg dank eines 3:0-Siegs im Pfaffengrund zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen und schiebt sich bis auf drei Zähler an den Aufstiegsrelegationsplatz heran.

ASC Neuenheim II - VfL Heiligkreuzsteinach 2:2. Vor allem in der ersten Halbzeit konnte sich der ASC bei seinem Torhüter Jonas Kürsch bedanken, der hochkarätige Möglichkeiten der Gäste zunichtemachte. Max Reinhard (7.) brachte den VfL dennoch in Führung, die die Fohlenelf des ASC zwar durch Leon de Brito (17.) ausgleichen konnte, mehr aber nicht zu Stande brachte. Umstellungen in der Pause machten sich positiv bemerkbar, Heiligkreuzsteinach wurde teilweise eingeschnürt. Trotzdem lagen sie dank Timo Scholl (60.) nach einem blitzschnellen Konter erneut vorne. Das Anrennen des ASC belohnte schließlich Simeon Unterberg (77.) mit dem 2:2. asc

Scherben bringen nicht immer Glück

Schwarzer Tag in Rauenberg: Weißbier floss auf eine 4000 Euro teuere Anlage und der VfB unterlag dem FC Dossenheim mit 1:5

Von Wolfgang Brück

Rauenberg. Scherben bringen nicht immer Glück. Spielende Kinder zerdepperten in Rauenberg ein Weißbier-Glas. Das Getränk ergoss sich über die 4000 Euro teuere Anlage von Stadionsprecher Patrick Klefenz. Dirk Wilken, sein Co-Trainer bei den Bambini, und David Groß, ein Spielervater, wischten und rubbelten. Die Geräte überlebten.

Weniger erfolgreich bei der Schadens-Begrenzung waren die Spieler des VfB Rauenberg. Der Rangzweite verlor das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer FC Dossenheim mit 1:5.

Entscheidend war die siebte Minute: Nachdem Cengiz Dirican Dossenheim schon nach drei Minuten in Führung gebracht hatte, wurde Fynn Zetzsche auf dem Weg zum 0:2 vom heraus eilenden Torwart Lukas Müller zu Fall gebracht. Der sicher leitende Schiedsrichter Uwe Klotz aus Eberbach zeigte dem Rauenberger die Rote Karte. Christopher Eppler verwandelte den Freistoß zum 0:2 (8.).

Den Rest spielten die Gäste im Stil einer Spitzenmannschaft runter. Marcus Raad (35./Elfmeter), Fabian Jakob (67.) und Mats Scheurer (85.) schraubten das Ergebnis auf 0:5. Can Battista erzielte den Ehrentreffer (90.).

Stefan Fellhauer, Müllers Nachfolger, tat, was er tun konnte. Der sympathische Fliesenleger ist 41, wollte eigentlich nur noch Torwart-Trainer sein, musste sich am Wochenende aber gleich zweimal ins Tor stellen. Beim 7:0 am Freitagabend im B-Klassen-Spiel zwischen Rauenberg II und Dossenheim II machte ihm der Job mehr Spaß.

Dagegen konnte Marco Günther auf einen schönen Nachmittag zurückblicken. Wie Trainer Seydou Sy räumte der Fußballchef aber ein: "Natürlich hat uns der frühe Platzverweis und die Überzahl in die Karten gespielt."

Noch besser wurde die Laune der Dossenheimer Delegation, darunter auch Günther Körbel, der Bruder von Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz Körbel, als das Ergebnis aus Eberbach bekannt wurde. Der Rangdritte FC Frauenweiler verlor mit 0:5. Der Vorsprung von Dossenheim vergrößerte sich auf sechs Punkte gegenüber Rauenberg und sieben gegenüber Frauenweiler. Außerdem hat der Tabellenführer die mit weitem Abstand beste Tordifferenz.

Staffelleiter Frank Wolf stellte zwar ausdrücklich fest, dass die Meisterschafts- und Aufstiegsfeier noch nicht terminiert sei, doch was soll noch schief gehen? Die Antwort: Dossenheim war auch in der zurückliegenden Runde oben, um am Ende aus den Aufstiegsrängen zu fallen. Marco Günther ist überzeugt, dass sich das nicht wiederholt. Er sagt: "Die Mannschaft ist erwachsen geworden."

"Das war wohl eine Vorentscheidung", fürchtet Stadionsprecher Patrick Klefenz. Zwar kann an den restlichen zehn Spieltagen noch viel passieren, aber erst mal muss Rauenberg den Relegationsplatz verteidigen. Am Sonntag geht es nach Frauenweiler.

Kleiner Trost: Trotz Rotwein-Wanderung wollten rund 250 Zuschauer das Spitzenspiel sehen. Prominentester Gast war Frank Fröhling. Der nette Co-Trainer des Bundesligisten TSG Hoffenheim ist in Rauenberg zu Hause. Sein Sohn Maxi spielt Fußball beim VfB. "Ehrlich gesagt, habe ich nicht alles vom Spiel mitbekommen", schmunzelte Fröhling, "ich habe mich mit Otmar Schork unterhalten." Der frühere Schadens-Regulierer bei der Allianz-Versicherung, der jetzt Sportchef beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg ist, weiß viel vom Fußball und erzählt gerne darüber.

RNZ vom 17.03.2025, Seite 24

Spieltag und Tabelle anzeigen (klicken)

ASC Neuenheim II: Jonas Kürsch (TW), Abdurrahman Mourad (46. Luca Weiler), Liam Sanderson, Tim Hillesheim (46. Ilker Turan), Julian Heid (3. Guillaume Arnet), Noah McSkimming, Leon De Brito (76. David Schleiermacher), Lennart Günther, Fabian Heinen (C), Robert Kincses, Paydar Khajehali (68. Simeon Unterberg) - Bennet Long (ETW), Guillaume Arnet, Danny Andemeskel, Luca Weiler, Ilker Turan, Moses Glauer, Simeon Unterberg, David Schleiermacher - Trainer: Daniel Janesch

VFL Heiligkreuzsteinach: Kevin Wesch (TW), Alexander Jakob, Kelvin Fischer (90. Omar Kiro), Jannik Teichert, Manuel Holzer (48. Sinan Yazici), Oliver Teich, Nicolas Koch (C), Manuel Schick, Yves Hillger (49. Jan Winter), Timo Scholl, Max Reinhard - Trainer: Oliver Teich

Tore:

2 Karten für ASC Neuenheim II:

Schiedsrichter: Dennis Weber (TSV Höchst)