Saison 2025/26
Landesliga Rhein-Neckar
Vorbericht zum 7. SpieltagRNZ-Vorschau
Kommt in St.Leon die Vergnügungssteuer?
Spiele des VfB bieten großes Spektakel - Am Sonntag kommt Aufsteiger Dossenheim
Heidelberg. (bz) Tore sind garantiert, wenn der VfB St.Leon diese Saison antritt. Am Sonntag (15 Uhr) gegen den FC Dossenheim wäre - natürlich nicht ganz ernst gemeint - eine Vergnügungssteuer zum Eintrittspreis angebracht. Unsere Fragen zum sechsten Spieltag.
Wäre eine Vergnügungssteuer beim VfB ratsam? Im Schnitt fallen sechs Tore in Spielen mit Beteiligung des VfB St.Leon - 17 sind es bislang vorne und 13 hinten. Es ist immer etwas geboten, der Unterhaltungswert ist hoch, wenn die Gelb-Schwarzen des Trainertrios Vogelbacher/Bender/Weber auflaufen. "Eine Vergnügungssteuer finde ich als Finanzbeamter ganz passend", schmunzelt Benjamin Schneider. Der Sportliche Leiter des VfB sagt: "Wir wollen unseren Zuschauern etwas bieten, wobei wir aber zu viele Gegentore bekommen." Die Gründe dafür liegen auf der Hand, wie er weiß: "Die letzten Partien sind wir meist mit 13 Feldspielern angegangen, da wird es eben schwierig von außen mit Wechseln zu reagieren."
Wie oft muss der Stadionsprecher am Sonntag Tore durchsagen? Fast genauso oft "scheppert" es beim FC Dossenheim. Der Aufsteiger bekommt die "Schotten" noch nicht dicht und findet sich mit einem Zähler und 8:19 Toren in der harten Landesliga-Realität im Tabellenkeller wieder. Nur der Mitaufsteiger Türkspor Eppingen ist noch schlechter gestartet. "Egal wie dünn wir besetzt sind, gegen Dossenheim ist ein Heimsieg Pflicht", sagt Schneider, der die sich früh abzeichnenden Tendenzen in der Landesliga nicht unterschätzt: "Wir wollen unbedingt in der oberen Hälfte mit dabei sein."
Wie viel Spitzenspiel steckt am Sonntag in Brühl für Sie drin? Der Vierte empfängt den Fünften. Für den ASV Eppelheim ist das Gastspiel beim FV Brühl laut seinem Trainer, "eine Standortbestimmung." Markus Schmid sieht die Brühler, "neben Bammental, Srbija Mannheim und dem VfR Mannheim II ganz vorne und nun dürfen wir zeigen, ob wir in diese Phalanx reinstoßen können." Dass die runderneuerten Eppelheimer in der Landesliga mithalten können, haben sie mehrfach bewiesen. Gegen Spitzenreiter Bammental holten sie ein 3:3 und gegen den VfR Mannheim II ein 4:4. Die von Schmid angesprochenen vier Teams belegen bereits die ersten vier Ränge. "Daher hat die Tabelle in der Tat eine gewisse Aussagekraft", so der ASV-Coach.
Wie viel Spaß macht Ihnen Ihre Mannschaft? Mit seinen eigenen Schützlingen hat er große Lust, die Liga weiter mit offensivem Fußball aufzufrischen. Er sagt: "Die Jungs haben sich extrem schnell als Mannschaft gefunden und wenn es menschlich passt, dann passt es auch spielerisch." Positive Beispiele gibt es zuhauf. Gegen den VfR Mannheim II lag der ASV eine Viertelstunde vor Schluss mit 1:4 im Hintertreffen und holte noch einen Zähler. Beim 4:0-Erfolg zuletzt in Viernheim verbuchte die Statistik dank Videoaufzeichnung laut Schmid "ein Torschussverhältnis von 25:1 für uns." Bei all den positiven Eindrücken aus Eppelheim weiß der Coach, worauf es ganz besonders ankommen wird: "Wenn wir das erste Mal verlieren sollten, muss sich zeigen, wie wir damit umgehen können."
Was ist sonst noch los? Die SG-SV Lobbach eröffnet am Samstag gegen den SV 98 Schwetzingen den sechsten Spieltag und kann mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Mittelfeld machen. Der FC Bammental ist in Rheinau haushoher Favorit, ähnlich wie der FV Nußloch gegen den ASC Neuenheim.
Samstag, 15.30 Uhr: SG-SV Lobbach - SV Schwetzingen; 18 Uhr: Türkspor Mannheim - VfR Mannheim II; Sonntag, 15 Uhr: FV Brühl - ASV Eppelheim, VfB St.Leon - FC Dossenheim, VfB Gartenstadt - TSV Amicitia Viernheim, SpVgg Ketsch - SG Kirchardt, Türkspor Eppingen - Srbija Mannheim, SC RW Rheinau - FC Bammental.
RNZ vom 05.09.2025, Seite