Saison 2025/26
Landesliga Rhein-Neckar
Vorbericht zum 23. Spieltag

RNZ-Vorschau

Nächste Runde soll es ganz nach oben gehen

Übergangssaison des ASV Eppelheim läuft besser als erhofft - Gelingt FV Nußloch ein Coup gegen den FC Bammental?

Heidelberg. (bz) Eine kleine Formdelle ist es, mehr aber auch nicht. Der ASV Eppelheim ist solide, jedoch nicht so berauschend wie im Sommer in die zweite Saisonhälfte der Landesliga Rhein-Neckar gestartet. Trainer Markus Schmid blickt zurück und voraus und sagt, was er in der nächsten Runde mit seiner Mannschaft erreichen möchte. Am Sonntag kommt mit dem TSV Amicitia Viernheim ein Gegner, gegen den ein Dreier Pflicht sein sollte. Wir stellen Fragen.

Sind Sie gedanklich schon in der Saison 2026/27 angekommen? Zwölf Punkte zur Aufstiegsrelegation sind unter normalen Umständen nicht aufzuholen. Nach unten besteht sowieso schon lange Gefahr mehr. Für Markus Schmid ist es aber einfach normal, die neue Saison in den Fokus zu nehmen. Der ASV-Trainer: "Wenn ich als Trainer oder Sportlicher Leiter nicht an die neue Runde denke, dann habe ich meine Hausaufgaben nicht gemacht."

Wie sehen grob die Planungen aus in Eppelheim für die neue Saison? Die Gespräche mit den eigenen Kickern sind bereits seit Vorbereitungsstart durch. "Unser Kader für 2026/27 steht bei 20 Spielern inklusive Torhüter, 16 davon aus unserem jetzigen Kader", sagt Schmid. Darunter sind ein paar Neuzugänge, Namen kann er allerdings noch nicht nennen. Nur so viel sei verraten: "Wir schauen vor allem nach defensiven Verstärkungen und werden uns qualitativ sehr gut aufstellen."

Wie reizvoll wäre dann perspektivisch gesehen die Verbandsliga? Schmid versucht gar nicht erst um den heißen Brei herumzureden, wie es manch ein Trainer im Gespräch mit der Presse gerne tut. "Wir wollen nächstes Jahr oben angreifen und unter die ersten Zwei kommen", sagt der ASV-Coach und nimmt daher bewusst die Verbandsliga ins Visier. Er glaubt, "dass wir das mit unseren Neuverpflichtungen schaffen können."

Die Grundlage dafür haben der Sportliche Leiter Gio Vitali und seine Mitstreiter bereits vor einem Jahr gelegt. "Unsere Zielsetzung für diese Runde war den sportlichen Umbruch einzuleiten - und der ist spielerisch sowie tabellarisch besser ausgefallen als erhofft", konstatiert Schmid.

Zur aktuellen Runde: Vier Punkte nach drei Partien 2026 sind eine durchwachsene Ausbeute. Sehen Sie das ähnlich? "Das darf man schon so sagen", räumt Schmid ein. Dass nach der überaus starken Vorrunde im Jahr 2026 drei Partien mit je einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage folgten, liegt vor allem in der Defensive begründet. "Wir bekommen viel zu einfach unsere Gegentore", moniert der Coach.

Ist es ein Thema für Sie die beste Mannschaft aus dem Heidelberger Kreis zu bleiben? "Daran habe ich überhaupt noch nicht gedacht", sagt Schmid. Für die verbleibenden zwölf Spiele gibt der 46-Jährige die Maxime aus, "dass wir nicht um die Goldene Ananas spielen und schlicht und ergreifend aus unseren Fehlern lernen wollen, um uns stetig zu verbessern."

Was ist sonst noch los? Die SG-SV Lobbach und der FC Dossenheim eröffnen den Spieltag am Samstag mit einem leicht favorisierten Gastgeber. Zwei Absteiger unter sich sind am Sonntag zwischen dem VfB St. Leon und dem ASC Neuenheim, wobei die Gäste über und die Gastgeber unter den Erwartungen rangieren. Ein Überraschungserfolg würde dem FV Nußloch gegen den FC Bammental ganz guttun und könnte gleichzeitig für etwas Entlastung im Abstiegskampf sorgen.

Samstag, 15 Uhr: SG-SV Lobbach - FC Dossenheim; Sonntag, 15 Uhr: VfB St.Leon - ASC Neuenheim, FV Nußloch - FC Bammental, SC RW Rheinau - Srbija Mannheim, Türkspor Eppingen - SG Kirchardt, FV Brühl - SpVgg Ketsch, ASV Eppelheim - TSV Amicitia Viernheim, VfB Gartenstadt - VfR Mannheim II, Türkspor Mannheim - SV Schwetzingen.

RNZ vom 19.03.2026, Seite 22