Saison 2025/26
Landesliga Rhein-Neckar
Vorbericht zum 19. Spieltag

RNZ-Vorschau

Kochendörfer setzt auf seinen "verschworenen Haufen"

Der FV Nußloch hat keine einfache Vorrunde hinter sich – Sonntag kommt das Schlusslicht

Heidelberg. (bz) Die Punkteausbeute ist immer noch zu gering. Darüber ist man sich einig beim Fußball-Landesligisten FV Nußloch. Kurz vor der Winterpause winkt dem aktuellen Relegationsteilnehmer zuhause gegen das Schlusslicht Türkspor Eppingen der zweite Sieg in Serie und somit die Möglichkeit, mit einem positiven Gefühl ins neue Jahr gehen zu dürfen. Wir stellen Fragen.

Wie groß war die Erleichterung nach dem 4:1 in Rheinau? Sieben Spiele ohne Sieg sind eine lange Zeit. Für den FV Nußloch endete diese Durststrecke mit einer Ansage. 4:1 gewann die Mannschaft der beiden Spielertrainer Steffen Kochendörfer und Daniel Herm vor Wochenfrist beim SC Rot-Weiß Rheinau. "Das war eine sehr große Erleichterung, weil es teilweise unerklärlich für die Jungs ist, warum sie unten drinstehen", sagt Kochendörfer.

Woran lag es, dass Ihre Mannschaft fast immer knapp verloren hat? Zuletzt habe laut dem 32-Jährigen vermehrt, "das Spielglück gefehlt, was man, glaube ich, ganz gut an unserem Torverhältnis ablesen kann." Minus zwei steht dort und das ist für einen Abstiegskandidaten eigentlich viel zu gut. Zum Vergleich: Der FC Dossenheim auf Rang sieben hat mit sechs Punkten mehr ein Torverhältnis von minus zwölf. Allerdings heißt dies im Umkehrschluss, dass der FVN reihenweise knapp verloren hat und das für eine kleine Nervenschwäche sprechen kann.

Wartet am Sonntag die vielleicht wichtigste Partie des Jahres? Am Sonntag sind allerdings ganz starke Nerven gefragt. Gegen Türkspor Eppingen ist ein Sieg Pflicht, um unmittelbar vor der Winterpause zwei Erfolgserlebnisse als Stimmungsaufheller mit ins neue Jahr zu nehmen und gleichzeitig Revanche für die Hinspielniederlage zu nehmen. "Wir haben dort 0:1 verloren und dann haben die Eppinger bekanntlich in Bammental gewonnen", erläutert Kochendörfer und schließt daraus, "wir sind gewarnt genug." Zuversicht gibt die recht angenehme personelle Lage, wie der Coach verrät: "Bis auf die verletzten Jonas Maisch und Mazhar-Kaan Terzioglu stehen uns alle Mann zur Verfügung."

Woraus schöpfen Sie Zuversicht für die Rückrunde? "Wir sind ein verschworener Haufen und wir sind zuversichtlich da untern rauszukommen", meint Kochendörfer und lobt trotz der schwierigen sportlichen Lage das stets hohe Engagement seiner Kicker, "wir haben regelmäßig zwischen 20 und 22 Spielern im Training."

Was ist sonst noch los? Wenn der ASV Eppelheim zumindest in Reichweite des Spitzenduos bleiben möchte, muss am Sonntag im Derby gegen den ASC Neuenheim ein Sieg her. Andererseits ist diese Aufgabe nicht ohne, die Anatomen halten sich wacker über dem Abstiegsstrich und werden sich auch in Eppelheim keineswegs verstecken. Bereits am Samstag verabschieden sich der FC Bammental, der in Gartenstadt gefordert ist, und die SG-SV Lobbach, die die SG Kirchardt empfängt, in die Winterpause.

Samstag, 14 Uhr: VfB Gartenstadt – FC Bammental; 16 Uhr: SG-SV Lobbach – SG Kirchardt; Sonntag, 14 Uhr: TSV Amicitia Viernheim – FC Dossenheim, ASV Eppelheim – ASC Neuenheim, Türkspor Mannheim – Srbija Mannheim, SpVgg Ketsch – VfB St. Leon, FV Nußloch – Türkspor Eppingen, FV Brühl – SC RW Rheinau, VfR Mannheim II – SV Schwetzingen.

RNZ vom 27.11.2025, Seite
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