Saison 2025/26
Landesliga Rhein-Neckar
Vorbericht zum 18. SpieltagRNZ-Vorschau
Ein klares "Jein" zum Übergangsjahr
Der FC Bammental befindet sich im Niemandsland der Tabelle
Heidelberg. (bz) Allzu spannend wird die Saison 2025/26 nicht mehr werden für den FC Bammental. Nach dem Abstieg inklusive personellem Umbruch steckt die Brecht-Elf in der Findungsphase. Während sich der FCB-Coach von einer Knie-Operation erholt, haben wir uns mit dem ersten Vorsitzenden unterhalten.
Befindet sich der FCB in einem Übergangsjahr? Der durchwachsene Vorrundenverlauf kommt nicht überraschend. "Wir wussten, dass es nach dem Abgang so routinierter Spieler wie David Bechtel oder Marc Schneckenberger schwierig werden würde", sagt Stefan Ohlheiser. Der Vorsitzende des FCB nennt mit Mark Knäblein und Carsten Klein zwei Langzeitverletzte, deren Fehlen sich ebenfalls negativ ausgewirkt hat. Ein Übergangsjahr sieht er deshalb aber nicht nur. "Ich würde sagen, jein", meint Ohlheiser. Was unbestritten besser werden muss ist, "unsere Konstanz in den Leistungen, da hätten wir uns alle mehr gewünscht".
Sind Sie gegen Eppelheim jetzt der Außenseiter? Zwölf Punkte hinter dem ASV Eppelheim hat Bammental als Fünfter die Vorrunde abgeschlossen. Vor allem die vergangenen Wochen mit hohen Ergebnissen, es gab unter anderem je einen 5:3-Sieg (gegen Neuenheim) und eine 3:5-Niederlage (gegen Viernheim), sprechen zumindest für Spektakel bei den Spielen. "Wenn man diese jüngsten Eindrücke als Maßstab nimmt, muss man Eppelheim als Favorit bezeichnen", sagt Ohlheiser. Eine Gemeinsamkeit haben beide – viele Transfers im Sommer. Eppelheim hat im Gegensatz zu Bammental aber nicht so ein großes Verletzungspech und schlicht und ergreifend einen Lauf, den die Schmid-Elf seit über drei Monaten konsequent und beeindruckend zugleich durchzieht.
Gibt es Transfers im Winter? Ausschließen wird vermutlich kein Landesligist eventuelle Transfers über den Jahreswechsel. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist dennoch eher gering. So auch in Bammental. "Wir haben nichts geplant und es ist bislang zudem auch niemand an uns herangetreten", verrät der FCB-Vorsitzende. Vielmehr wird der auf etlichen Positionen neu zusammengestellte Kader in der Rückrunde die Möglichkeit erhalten, sich weiter zu finden und gleichzeitig zu festigen.
Wer ist Ihr Favorit auf den Aufstieg und warum? Die Top drei stechen heraus. "Spielerisch fand ich den VfR Mannheim II am besten", sagt Ohlheiser, der aber genauso sehr den Spitzenreiter Srbija Mannheim und Eppelheim auf seinem Favoritenzettel unterstrichen hat. Er erläutert: "Jede von den drei Mannschaften hat einen anderen Ansatz und ich glaube, dass es zwischen ihnen bis zum Schluss sehr eng bleiben wird."
Was ist sonst noch los? Der immer besser in Fahrt kommende ASC Neuenheim kann am Sonntag einen großen Schritt raus aus der Abstiegszone machen. Dann gibt der TSV Amicitia Viernheim auf dem Fußballcampus der Anatomen seine Visitenkarte ab. Ebenfalls ein Sechs-Punkte-Spiel erwartet den FV Nußloch beim SC Rot-Weiß Rheinau, während der starke Aufsteiger FC Dossenheim unbekümmert den zweitplatzierten VfR Mannheim II empfangen darf.
Samstag, 14.15 Uhr: SV Schwetzingen – FV Brühl, Srbija Mannheim – VfB Gartenstadt; 15.30 Uhr: FC Bammental – ASV Eppelheim; Sonntag, 14.15 Uhr: Türkspor Eppingen – VfB St.Leon, SpVgg Ketsch – SG-SV Lobbach, ASC Neuenheim – TSV Amicitia Viernheim, FC Dossenheim – VfR Mannheim II, 15.30 Uhr: SG Kirchardt – Türkspor Mannheim; 16 Uhr: SC RW Rheinau – FV Nußloch.
RNZ vom 20.11.2025, Seite 26