Saison 2025/26
Landesliga Rhein-Neckar
Vorbericht zum 15. SpieltagRNZ-Vorschau
Von wegen schwieriges zweites Jahr
Die SG-SV Lobbach hat sich etabliert - Gute Aussichten für den Jahresendspurt
Heidelberg. (bz) Vor dem Jahresendspurt hat die SG-SV Lobbach die große Chance, sich weiter von unten abzusetzen. In den ausstehenden sechs Ligaspielen 2025 trifft der Aufsteiger von letzter Saison auf keinen besser platzierten Gegner. Unsere Fragen zum 15. Spieltag:
Zu wie viel Prozent stecken Sie noch im Abstiegskampf? Eine Prozentangabe ist Patrick Münkel nicht zu entlocken. "Bevor man nicht 40 Punkte hat, befindet sich jeder noch im Abstiegskampf", sagt der Trainer der SG-SV Lobbach. Seine Mannschaft ist dennoch ordentlich platziert, rangiert als Achter im Mittelfeld und straft all jene Lügen, die gerne zu der Phrase greifen, dass das zweite Jahr nach dem Aufstieg das schwierigste sei.
Warum spielt Ihre Mannschaft nie Unentschieden? Sechs Siege und sieben Niederlagen sind die nackten Zahlen zu Lobbach. Ein Remis sucht man bislang vergebens in den Ergebnissen. "Als abgezockte Mannschaft nimmt man bei Türkspor Mannheim eher ein 1:1 mit", spielt Münkel beispielhaft auf die 1:2-Niederlage vor drei Wochen an, als es den entscheidenden Gegentreffer eine Minute vor Schluss gab. Seiner Mannschaft macht er deswegen keinen Vorwurf, im Gegenteil: "Wir haben auf Sieg gespielt und dann leider durch einen Konter das Tor kassiert." Vor Wochenfrist wäre in St.Leon laut Münkel zumindest ein Remis drin gewesen trotz 1:3-Niederlage: "Der Spielverlauf war äußerst unglücklich mit einem Elfmetergegentor kurz nach der Pause zum 0:2."
Wie ärgerlich war die erneute Absage in Kirchardt? Theoretisch wären drei weitere Punkte drin, da die SG-SV immer noch eine Partie im Rückstand ist. Zweimal musste das Spiel bei der SG Kirchardt aufgrund von schlechten Platzverhältnissen abgesagt werden. Den nächsten Versuch gibt es kommenden Mittwoch. "Meines Wissens musste es der Verband dieses Jahr noch einmal ansetzen, aber ich weiß auch nicht", hält der 30-Jährige eine Durchführung 2025 für unwahrscheinlich. Ein Problem ist das aber nicht: "Wir hätten keinen Stress damit, erst nächstes Jahr nach Kirchardt zu müssen."
Wie wichtig ist die Phase von jetzt bis zur Winterpause? Viel gewinnen kann man im November nicht, wohl aber verlieren. "Jetzt gilt es die Weichen für die Rückrunde zu stellen und das bedeutet, so viele Punkte wie möglich einzusammeln", weiß Münkel. Schmerzhaft vermisst wird Fabio Egner-Walter. Der Stürmer ist ein Unterschiedsspieler und muss aufgrund einer Erkrankung bis zur Winterpause aussetzen. Der Coach bleibt dennoch zuversichtlich vor dem Spiel beim schwächelnden FV Nußloch am Sonntag: "Unsere Änderungen vom Sommer greifen jetzt ganz gut und ich glaube, dass wir eher noch nachlegen und dadurch besser werden können."
Was steht sonst noch an? Ein Derby-Dreier würde dem ASC Neuenheim etwas Luft verschaffen und Selbstvertrauen bringen. Das wird gegen den seit einigen Wochen stark verbesserten FC Dossenheim jedoch eine ganz schwierige Aufgabe. Da sich Srbija Mannheim und der VfR Mannheim im Gipfeltreffen gegenüberstehen, kann der ASV Eppelheim mit einem Erfolg in Ketsch zum Spitzenduo aufschließen.
Samstag, 15 Uhr: RW Rheinau – Türkspor Mannheim; 15.30 Uhr: FC Bammental – SV Schwetzingen; Sonntag, 14.30 Uhr: FV Brühl – VfB St.Leon, ASC Neuenheim – FC Dossenheim, Srbija Mannheim – VfR Mannheim II, SG Kirchardt – TSV Amicitia Viernheim, SpVgg Ketsch – ASV Eppelheim, Türkspor Eppingen – VfB Gartenstadt, FV Nußloch – SG-SV Lobbach.
RNZ vom 30.10.2025, Seite 23