Landesliga Rhein-Neckar
Saison 2022/23
Vorbericht zum 25. Spieltag

Schafft der ASC den vierten Sieg in Folge?

Im HD-Derby beim robusten Erzrivalen FT Kirchheim sind vor allem kämpferische Tugenden gefordert!

Eine bittere rote Pille musste der ASC Neuenheim am 23. Oktober im Heidelberger Landesliga-Derby gegen die FT Kirchheim schlucken. Trotz der unglücklichen 1:2-Niederlagezeigte die Mannschaft laut dem damaligen Co- und heutigen Cheftrainer Marcel Hofbauer eine "Top-Einstellung".

Diese "Top-Einstellung" benötigt der Tabellendritte (47 Punkte) auch beim Rückspiel am Sonntag. Damit der vierte Sieg in Folge möglich wird, muss in puncto Mentalität, Defensive und Offensive alles stimmen im Gipfelderby bei den "Freien Turnern" (Platz 6, 42 Punkte).

Allen Unkenrufen zum Trotz (Fusionsgerüchte SGK, Abschiede von FT-Boss Philipp Richter & Erfolgscoach Felix John) haben die "Eisern Unjohner" zuletzt zweimal deutlich gewonnen (7:1 gegen Ketsch, 4:0 in Horrenberg). Gegen den Erzrivalen aus dem Heidelberger Norden, der ihnen in der letzten Saison die Vizemeisterschaft und damit die Aufstiegsrelegation vor der Nase weggeschnappt hat, sind die "Freien Turner" stets besonders motiviert, um nicht zu sagen: heiß wie Frittenfett!

Ein Handicap aus Neuenheimer Sicht: Der seit Wochen in Topform auftrumpfende ASC-Kapitän Levin Sandmann muss wegen einer höchst fragwürdigen gelbroten Karte kurz vor dem Ende der 5:0-Gala gegen Nußloch am nächsten Sonntag leider zuschauen. Wer auch immer für ihn auf dem Kunstrasenplatz wirken wird: Es dürfte wie immer spannend werden an der Pleikartsförsterstraße 95. Anpfiff von Schiedsrichter Felix Stephan: um 15.00 Uhr!

Joseph Weisbrod

RNZ-Vorschau

Die ersten Sechs sind noch im Rennen

Die FT Kirchheim benötigt einen starken Endspurt DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal braucht Punkte im Abstiegskampf?

Heidelberg. (bz) Mit Benjamin Schneider vom VfB St.Leon und Felix John von der FT Kirchheim hören nach der Landesliga-Saison zwei Trainer auf. Vor dem Endspurt wollen wir von ihnen wissen, was für ihre Mannschaften noch drin ist. Die DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal braucht noch ein paar Punkte, um sich von der Abstiegsrelegation fernzuhalten. Wir stellen Fragen.

Wie groß ist die Lust auf Platz zwei? Sechs Punkte Rückstand sind nicht uneinholbar und wenn man noch sämtliche Konkurrenten vor der Brust hat, hat man vieles, aber eben nicht alles in der eigenen Hand. "Wir sind heiß auf den Endspurt und werden alles tun, um die Spannung an der Spitze zu erhöhen", verspricht Felix John, Trainer der FT Kirchheim. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt sein Team den ASC Neuenheim, sieben Tage später geht es zum ASV Eppelheim. Außerdem warten noch der FC Bammental und das Derby gegen die SG Heidelberg- Kirchheim. Die Konkurrenten werden sich aus der Ferne von Woche zu Woche mehr beäugen, auch wenn sie das nicht immer zugeben. Bei den Freien Turnern wird im Anschluss an das Stadt-Derby der Blick verständlicherweise auf das Smartphone gerichtet sein, um zu sehen, wie sich Eppelheim beim FV Nußloch, Bammental beim TSV Viernheim und Türkspor Mannheim gegen die SG Horrenberg geschlagen haben.

Wie sehr müssen Sie noch zittern? Wenn die DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal ihre Hausaufgaben erledigt, wird sie vermutlich gar nicht mehr zittern müssen. Am Sonntag (15 Uhr) kommt nämlich das Schlusslicht TSV Kürnbach auf den Köpfel und in vier Wochen steht für Spielertrainer Christoph Pieruschka und Co. noch das Heimspiel gegen den ebenfalls abgeschlagenen SV Treschklingen an. Sollte es aus diesen beiden Partien die erwartbaren sechs Punkte geben, würde das sehr sicher für den Klassenerhalt reichen. "Gegen Kürnbach wartet natürlich ein ganz wichtiges Spiel auf uns, das wir trotz aller Anspannung mit einer gewissen Vorfreude angehen sollten", sagt Sascha Haynes. Der Sportliche Leiter möchte, "dass die Jungs ihr Herz auf dem Platz lassen."

Was ist noch drin zu Ihrem Abschied? Benjamin Schneider hat sich und seiner Mannschaft klare Ziele in den verbleibenden Spielen gesetzt. "In der Rückrundentabelle wollen wir unter die Top vier und in Summe einen einstelligen Tabellenplatz erreichen", sagt der scheidende Trainer des VfB St.Leon. Helfen würde dafür ein Erfolg am Freitag (19.30 Uhr) gegen die SG Heidelberg-Kirchheim, die auf Wunsch der Süd-Heidelberger vorverlegt wurde. Den aktuellen Lauf sechs von neun Rückrundenpartien hat der VfB gewonnen gilt es fortzusetzen, im Optimalfall sogar bis in die kommende Runde hinein. Schneider, der von der Trainerbank auf die Position des Sportlichen Leiters wechselt, sagt: "Da die Mannschaft beinahe komplett zusammenbleibt und nur punktuell verstärkt wird, wollen wir diesen Schwung mitnehmen und dann direkt so loslegen, wie wir es momentan tun." Zu diesen positiven Meldungen passt die personelle Situation. Bis auf den angeschlagenen Torhüter Lukas Jochim und Stürmer Riccardo Hickel steht Schneider der komplette Kader zur Verfügung.

Freitag, 19.30 Uhr: St.Leon - SG Kirchheim; Sonntag, 15 Uhr: Viernheim - Bammental, FT Kirchheim - Neuenheim, Mannheim - Horrenberg, Treschklingen - Schwetzingen, Brühl - Ketsch, Ziegelhausen-Peterstal - Kürnbach, Nußloch - Eppelheim.

RNZ vom 21.04.2023, Seite 23