Landesliga Rhein-Neckar
Saison 2022/23
Vorbericht zum 20. Spieltag

ASC im Flow

Das Landesligateam will gegen den Aufsteiger SV Treschklingen den dritten Sieg in Folge!

Mit einem hemdsärmeligen 1:0-Arbeitssieg setzten sich am vergangenen Samstag die blau gedressten Neuenheimer (Hauptfoto Lofi: Oliver Kubis, rechts Marc Berger) bei den weiß gekleideten Schwetzingern durch und haben nur zwei Punkte Abstand zum Landesliga-Zweiten ASV Eppelheim (37). Im Heimspiel gegen den Aufsteiger SV Treschklingen (8 Punkte) sollte dem Team von Cheftrainer Marcel Hofbauer und "Co" Daniel Tsiflidis der dritte Sieg in Folge gelingen.

Doch Respekt vor dem Tabellenvorletzten ist durchaus angebracht. Erst kurz vor dem Abpfiff konnte die SG Horrenberg bei den tapferen Kraichgauern am letzten Spieltag gewinnen. Das Hinspiel am 18. September entschieden die Anatomen durch den Doppelpack von Tarek Aliane, der den ASC beim Benefizspiel SV Sandhausen vs. Kreisauswahl HD (7:0) prima vertrat, und das Tor von Kajally Njie mit 3:1 (1:1) für sich.

Den sechs Niederlagen des SVT in Folge stehen fünf ASC-Siege aus den letzten sechs Ligaspielen entgegen. Wenn die Mannschaft um Comeback-Kapitän Levin Sandmann am Sonntag auf dem Fußballcampus ab 15.00 Uhr ähnlich kompakt und entschlossen zur Sache geht, sollte Neuenheim seiner klaren Favoritenrolle eigentlich klar gerecht werden.

Joseph Weisbrod

RNZ-Vorschau

Die Freien Turner hadern mit der Chancenverwertung

Kirchheim hat zuletzt viel liegenlassen Gegen Nußloch soll die Trendwende gelingen

Heidelberg. (bz) Fünf Mannschaften bewegen sich im Dunstkreis des Spitzenreiters, der erstmals diese Saison ein ernst zu nehmendes Polster von sechs Punkten aufweist. Wie das dem FC Bammental bekommt, wird sich am Samstag gegen den FV Brühl zeigen. Bei der FT Kirchheim steht diese Woche Torschuss auf dem Trainingsplan.

Was muss besser werden? Wer keine Tore schießt, kann nicht gewinnen. Felix John kann ein Lied davon singen. "Unser größtes Manko ist die Chancenverwertung", sagt der Trainer der FT Kirchheim. "Gegen Viernheim (0:2) und in Ziegelhausen (1:2) hätten wir gewinnen müssen, dann hätten wir sechs Punkte mehr, die uns meines Erachtens fehlen", erklärt John. Am Sonntag nehmen die Kirchheimer die Trendwende fest ins Visier und sind wild entschlossen, es gegen den FV Nußloch wieder so richtig im gegnerischen Gehäuse scheppern zu lassen. John sagt aber respektvoll über den FVN: "Das ist eine sehr gute Mannschaft, alleine schon von den Namen her mit vielen Jungs, die Verbands-, Ober- und sogar Regionalliga gespielt haben."

Wie emotional ist es für Sie gegen ihren Ex-Verein anzutreten? Von 2003 bis 2011 trug Frank Engelhardt das Trikot des SV 98 Schwetzingen und reifte dort vom jungen, vielversprechenden Innenverteidiger-Talent zum Führungsspieler des damaligen Verbandsligisten. Am Samstag trifft er mit seinem derzeitigen Klub, dem ASV Eppelheim, auf den Ex-Verein. "Das ist aber schon so lange her, deshalb ist es mittlerweile ein Spiel wie jedes andere auch", sagt der Trainer.

Er will sich vielmehr darauf konzentrieren die drei Punkte in Eppelheim zu behalten, um den zweiten Rang zu verteidigen. Lösen müssen der 38-Jährige und seine Truppe diese Aufgabe weiterhin ohne das Trio bestehend aus Yonathan Domingos, Leon Ziemski sowie Paul Brömmer.

Das veranlasste Engelhardt vor Wochenfrist beim 4:1-Sieg bei der SG Heidelberg- Kirchheim zu einer Systemumstellung in ein 4-4-2, was auch gegen Schwetzingen die wahrscheinliche taktische Ausrichtung sein dürfte.

Müssen Sie ihre Mannschaft eher motivieren oder bremsen? "Eher bremsen, aber natürlich nicht was die Leistung betrifft", lacht Oliver Mahrt. Der Trainer des FC Bammental hat auch allen Grund zur Freude, als Spitzenreiter hat seine Elf mittlerweile sechs Punkte Vorsprung auf den Zweiten. Von einer Vorentscheidung will der 40-Jährige aber verständlicherweise nichts wissen und gibt zu bedenken: "Wir haben noch elf Spiele vor der Brust." Nach Adam Riese sind somit 33 Punkte zu vergeben, das ist reichlich und sorgt keineswegs für einen Spannungsabfall an der Landesliga-Spitze.

Vor dem kommenden Gegner warnt Mahrt: "Brühl darf man nie unterschätzen, auch wenn sie in der Rückrunde noch kein Tor geschossen haben." Andererseits hat der FV 2023 auch noch kein Tor kassiert und dreimal in Serie 0:0 gespielt. Bammentals Coach schließt daraus, "dass die Brühler unter ihrem neuen Trainer kompakter stehen."

Die SG Horrenberg und der VfB St.Leon eröffnen den 20. Spieltag bereits am Freitag um 19.30 Uhr.

Freitag, 19.30 Uhr: Horrenberg - St.Leon; Samstag, 16 Uhr: Bammental - Brühl; Sonntag, 15 Uhr: Ketsch - Viernheim, Türkspor MA - Ziegelhausen- Peterstal, Neuenheim - Treschklingen, Kürnbach - SG Kirchheim, Eppelheim - Schwetzingen, FT Kirchheim - Nußloch.

RNZ vom 24.03.2023, Seite 24