Landesliga Rhein-Neckar
Saison 2022/23
Vorbericht zum 13. Spieltag

Auf die Einstellung kommt es an

Der ASC Neuenheim will beim Landesliga-Vorletzten SG Horrenberg nichts anbrennen lassen!

An den letzten Auftritt in Horrenberg haben die Neuenheimer noch beste Jubel-Erinnerungen. Am 29. Mai 2022 gewann der ASC durch das Tor von Ben-Richard Prommer kurz vor dem Abpfiff mit 2:1: Das dringend nötige Puzzle-Teil zur Vizemeisterschaft und zur Aufstiegs-Relegation für die Verbandsliga Nordbaden.


SG Horrenberg ASC Neuenheim am 29.05.2022 (Foto: Lörsch)

Der spielende Co-Trainer Marcel Hofbauer, der Liga-Topgunner Ben-Richard Prommer (jetzt beim FV Brühl) dessen Führungstor glänzend auflegte, leidet an einem hartnäckigen Fersensporn und ziert gemeinsam mit Kapitän Levin Sandmann (Bänder), Abwehrchef Dominik Räder (Dehnung), Außenbahnturbo Arik Edelmann (Kreuzbandriss) und Stefan Berger (Leistenprobleme) das exzellent besetzte ASC- Lazarett. Der neunfache Torschütze Kajally Njie hingegen muss wegen der im epischen Match gegen Ketsch erlittenen Roten Karte pausieren.

Doch wie im richtigen Leben kommt es nicht auf die Aufstellung, sondern auf die Einstellung an. In dieser Hinsicht hat die Mannschaft beim 3:2-Sieg in letzter Sekunde bewiesen, dass sie mit einer starken Mentalität und unbändiger Energie auch Bäume ausreißen bzw. ein verloren geglaubtes Spiel (1:2 in der 80. Minute) noch gewinnen kann. Alle Achtung, Jungs!

Um so wichtiger ist es für die Gelbhemden von Trainer Ul Brecht, am Samstag beim Tabellenvorletzten SG Horrenberg (6 Punkte, 17:33 Tore) an diesen famosen Teamspirit anzuknüpfen, den Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen und von der ersten Minute an Gas zu geben. Nur mit dem nächsten Sieg können die Anatomen den Anschluss an die Spitzengruppe wahren! Anpfiff am Samstag in Horrenberg: 14.00 Uhr.

Joseph Weisbrod

RNZ-Vorschau

Dreikampf um die Spitze

Bammental und die Kirchheimer Klubs streiten sich

Heidelberg. (bz) Zum Ende der letzten englischen Woche des Jahres gilt es noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Wir klären die wichtigsten Fragen vor dem 13. Spieltag.

Wer siegt im Spitzenspiel? Der nächste bitte. Nun steht also der FC Bammental ganz vorne, ein erneuter Wechsel nach diesem Wochenende wäre keine große Überraschung. "Die Klasse ist extrem ausgeglichen", sagt Olivert Mahrt dazu. Der Trainer des FC Bammental ist erfreut über die Spitzenplatzierung, weiß dies aber realistisch einzuschätzen.

Das anstehende Duell bei der FT Kirchheim ist ein klassisches 50:50-Spiel. Der FCB-Coach meint: "Wir sind gut drauf, Kirchheim aber auch." Zusätzlich treffen die beiden besten Abwehrreihen aufeinander, Bammental hat erst zwölf, die FT sogar nur zehn Gegentreffer kassiert. Ein Aspekt, der für Bammental spricht, ist die Auswärtsbilanz von fünf Siegen in sechs Spielen. Mahrt verspricht deshalb: "Wir fahren mit einer breiten Brust nach Kirchheim."

Wie sehr wollen Sie zurück auf Platz eins? Auch als Zweiter lässt es sich gut leben. "Unmittelbar nach dem 1:1 gegen Ziegelhausen war ich noch sehr verärgert", gibt Manuel Wengert zu. Der Trainer der SG Heidelberg-Kirchheim strebt immer nach dem Maximum und ist deshalb ein sehr ehrgeiziger Typ. Mit etwas Abstand zu dem unglücklichen Punktverlust fasst er den bisherigen Saisonverlauf versöhnlich zusammen: "Von zwölf Spielen haben wir nur zwei verloren, womit wir sehr zufrieden sein dürfen."

Dennoch: Nach zwei Unentschieden in Folge sehnen Wengert und seine Schützlinge mal wieder einen Dreier herbei. Dafür müssen sie am Sonntag Schwerstarbeit verrichten, wenn sie beim FV Nußloch gastieren. "Die Nußlocher hatten schon vergangenes Jahr in der Kreisliga Landesliga-Niveau und haben daher eine gewisse Qualität in ihren Reihen", erwartet der SGK-Coach große Gegenwehr. Ein positives Erlebnis wäre aus doppelter Hinsicht wertvoll, wie er mit einem Blick auf das dann folgende Wochenende erwähnt: "Das Derby gegen FT Kirchheim wird natürlich ein Kracher."

Kommt bald ein neuer Trainer? Das ist der Plan bei der SG Horrenberg. Co-Spielertrainer Robin Wenzel und Spielausschussmitglied Ingo Mehl sollen die Mannschaft vorerst bis zur Winterpause betreuen. "Ab dann wird sich etwas ändern, dann wollen wir einen neuen Trainer präsentieren", sagt SG-Vorsitzender Andreas Rensch.

Bereits vergangenen Sonntag stand Sascha Zrnic schon nicht mehr an der Seitenlinie. Lediglich zehn Punktspiele lang hatte der Ex-Coach das Sagen in Horrenberg. Mannschaft und Trainer haben nie richtig zueinandergefunden, wie Rensch erklärt: "Sascha hat die Mannschaft leider nicht mehr erreicht." Die Verantwortlichen sahen sich zum Handeln gezwungen und zogen die Reißleine.

Zum rettenden Ufer sind es bereits neun Punkte Rückstand, für Rensch aber kein Grund die Flinte frühzeitig ins Korn zu werfen. "Die Hoffnung ist noch da, den Klassenerhalt zu schaffen, wir sind uns aber bewusst, dass das ein sehr schwieriges Unterfangen wird." Nötig werden dafür immer mal wieder Punktgewinne sein, die im Vorfeld nicht zu erwarten sind. So wie vor dem Heimspiel am Samstag gegen den ASC Neuenheim (14 Uhr).

Samstag, 14 Uhr: Horrenberg - Neuenheim; 15 Uhr: Ziegelhausen - Schwetzingen; 16 Uhr: Brühl - St.Leon; Sonntag, 14.30 Uhr: Nußloch - SG Kirchheim, Ketsch - Eppelheim, Viernheim - Treschklingen, Mannheim - Kürnbach, FT Kirchheim - Bammental.

RNZ vom 04.11.2022, Seite 25