Kreisliga Heidelberg
Saison 2011/12
Vorbericht zum 27. Spieltag

Verlängerung der Dossenheimer Feiertage?

Der Tabellenführer kann mit einem Sieg Meister werden und das Double perfekt machen

Heidelberg. (nb) "Das war der erste Schritt, jetzt wollen wir so schnell wie möglich den zweiten machen", sagte Uwe Gramlich am Montagabend in Leimen. Während der Trainer des FC Dossenheim die Marschrichtung vorgab, führten seine Schützlinge ein paar Meter weiter ein Freudentänzchen auf. Schließlich hatte man soeben das Kreispokalfinale gegen die SG Mauer gewonnen. Von der silbernen funkelnden Trophäe konnte keiner genug bekommen. Jeder wollte sie mal in die Höhe strecken, sich mit ihr in Siegerpose ablichten lassen. In Dossenheim ist man auf den Geschmack gekommen. Kein Wunder, dass sich die Fußballer, die seit Wochen die Kreisliga nach Belieben dominieren, am Sonntag den nächsten Titel sichern wollen.

Um 15 Uhr ist der FC bei der SpVgg Baiertal zu Gast. Bei zehn Punkten Vorsprung auf Verfolger Neuenheim und noch vier zu spielenden Partien, wäre Dossenheim mit einem "Dreier" in der Fremde nicht mehr von Platz eins zu verdrängen unabhängig davon, ob der ASC zu Hause gegen Neckargemünd punktet (Sonntag, 15 Uhr). Vorzeitige Glückwünsche lehnt Gramlich trotz der komfortablen Ausgangslage aber entschieden ab: "Gegen Baiertal wird das wieder ein ganz anderes Spiel", weiß Gramlich: "Sie werden es uns garantiert nicht leicht machen auf ihrem kleinen Platz."

Drum wurde am Montag noch gefeiert, danach stand aber schon wieder Regeneration und Vorbereitung auf dem Programm. Für FC-Kapitän Jan Gärtner warder Pokalsieg der erste Titel.Unddass der zweite bald folgen wird, daran hat er keinen Zweifel: "Wir brauchen noch einen Sieg und den werden wir holen!"

Freilich ganz anders ist die Stimmungslage in dieser Woche bei der unterlegenen SG Mauer gewesen. Über 90 Minuten hatte man mehr Spielanteile gehabt und sich die besseren Chance herausspielen können, stand aber am Ende mit leeren Händen da. "Das war für uns der Höhepunkt der Saison", haderte Kapitän Matthias Vogt.

Dilsberg muss nach Wiesloch

Zwar steht die SG in der Liga noch immer auf Rang drei, "aber wir haben acht Punkte Rückstand auf den Zweiten. Da geht nichts mehr", schätzt Vogt: "Es hilft ja alles nichts. Wir haben noch vier Spiele, die müssen wir irgendwie anständig zu Ende bringen." Der Endspurt um die "Goldene Ananas" beginnt für Mauer am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den TSV Pfaffengrund. Dort wurde unter der Woche mit Dean Vukovic ein neuer Trainer für die kommende Saison vorgestellt.

Im Tabellenkeller wird am Wochenende die Partie zwischen dem 1. FC Wiesloch und dem Namensvetter aus Dilsberg mit besonderem Interesse verfolgt. Wiesloch gegen Dilsberg? Da war doch was! Beim Hinspiel kam es zu derart heftigen Ausschreitungen unter den Zuschauern, dass die Partie abgebrochen werden musste. Am Sonntag steigt jetzt also das Rückspiel in Wiesloch. Während Aufsteiger Dilsberg trotz einer aktuellen Schwächephase noch immer starker Tabellensechser ist, wird die Luft für Wiesloch immer dünner. Drei Punkte beträgt der Rückstand bereits aufs rettende Ufer. Erster Nichtabsteiger wäre derzeit der BSC Mückenloch, der schon heute Abend gegen den VfB Wiesloch vorlegen kann.


Freitag, 4. Mai 2012, 19:00 Uhr
BSC Mückenloch    - VfB Wiesloch

Sonntag, 6. Mai 2012, 15:00 Uhr
SG Horrenberg     - FC Rot
ASC Neuenheim     - SpVgg. Neckargemünd
SG Viktoria Mauer - TSV Pfaffengrund
SpVgg Baiertal    - FC Dossenheim
SV  Waldhilsbach  - VfB Leimen
TSV Rettigheim    - TSV Handschuhsheim
1.FC Wiesloch     - 1.FC Dilsberg


Rhein-Neckar-Zeitung vom 4.5.2012