Heidelberger Kreispokal, 3. Runde
Saison 2003/2004

Sonntag, 24. August 2003, 11 Uhr
VfR Walldorf - ASC Neuenheim 0:1 (0:1)

Aufstellung des ASC Neuenheim
  1. Markus Gamer
  2. Ulrich Schmidt (46. Stephan Hegedüsch)
  3. Daniel Westerwald
  4. Martino Carbotti (70. Christian Kunzmann)
  5. Henning Postel
  6. Ralf Ziemek (63. Houschang Farahani)
  7. Thomas Pasch
  8. Timo Prengel
  9. Julian Conrad
  10. David Keller
  11. Timo Mifka
  12. Stephan Hegedüsch
  13. Christian Kunzmann
  14. Houschang Farahani
Tore
  • 0:1 21.Min Thomas Pasch, nach Zuspiel von Timo Mifka

ASC zittert sich beim VfR Walldorf in die 4.Kreispokalrunde!

Der VfR durfte nach der Pause in die Freie Walldorf-Schule:

Die Null wackelte beim ASC zwar wie eine Ähre im Wind. Aber sie stand am Ende dieses wenig berauschenden Frühschoppen-Pokalspiels. Die erste Hälfte gehörte dem Gast aus der Bezirksliga, die zweite dem mächtig auf den Ausgleich drängenden A-Liga-Titelkandidaten. So gesehen, wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Doch das gibt es im K. O-System nun mal nicht. Und so zog letztlich nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft in die vierte Kreispokalrunde ein.

Vor den scharfen Augen von Trikotsponsor Niall Skelly, dessen "O-Reilly's Irish Pub" die ASC-Brust ziert, zeigte Neuenheim zunächst die bessere Spielanlage. In der Abwehr ließen Libero Henning Postel, Capitano Martino Carbotti, Ulrich Schmidt und Daniel Westerwald vor dem Tor von Markus Gamer nichts anbrennen. Insbesondere der wieder einmal bärenstarke Ulrich Schmidt hatte den listigen VfR-Spielertrainer Thomas Bräuninger eisern, aber fair im Griff.

Folglich war die Neuenheimer Führung kein Zufall. Nach einer Sommertraum-Kombination passte Mittelstürmer Timo Mifka auf den Richtung Strafraum startenden Thomas Pasch. Und der sorgte dafür, dass die 21.Spielminute eine ganz besondere wurde. In einem perfekten Bewegungsablauf nahm er den Ball etwa 20 Meter vor dem VfR-Kasten direkt und jagte ihn aus der Drehung in das verblüffte Walldorfer Netzwerk. Ein Tor wie ein Paukenschlag in der Berliner Philharmonie!

Ohne wirklich zu überzeugen, gab der Beziksligist auf dem Kunstrasen im ersten Durchgang weiter den Ton an. Den Adrenalinspiegel hoch trieben dabei weniger die Leistungen der Akteure als die wundersamen Entscheidungen des Schiedsrichters. So blieb der von allen erwartete Pfiff in der 35.Minute aus, als der 18jährige Neuenheimer Jungregisseur David Keller nach einem furiosen Antritt ziemlich roh von einem Walldorfer Sensenmann umgemäht wurde. Das grobe Foul wurde nicht einmal mit einem Freistoß, geschweige denn mit einer gelben Karte geahndet. Drei Minuten später tankte sich der sehr aktive Timo Prengel auf dem rechten Flügel wie eine Lokomotive durch und flankte fast von der Eckfahne flach vor die VfR-Hütte. Doch zwei Neuenheimer verpeilten die saftige Einschussmöglichkeit. In der 43.Minute Dusel für den ASC. Ein Walldorf-Stürmer kam aus kurzer Distanz in den Genuss eines Kopfballs, traf aber nur das Metall (43).

Vielleicht hätte das Neuenheimer Trainer-Tandem Bernd Sator und Thomas Knödler seinen Jungs in der Pause eine runde Red Bull spendieren sollen. Ihre Mannschaft verlieh aber immerhin dem VfR Flügel, indem sie immer mehr nachließ. Sehr zum Verdruss von Sator, der sich an der Seitenlinie heiser schrie, durften die Gastgeber nun in die Freie Walldorf-Schule gehen. Der ASC ließ dem Gegner jede Menge Spielraum und stand viel zu tief in der eigenen Hälfte, anstatt den VfR selbst unter Druck zu setzen und damit zu Fehlern zu zwingen.

Für diese allzu liberale Spielweise wurde der ASC um ein Haar bestraft. Der immer dominanter werdende VfR Walldorf ballerte nun nach der Devise "Drei unten, drei oben" immer häufiger gegen die Neuenheimer Torwand. So auch in der 75.Minute, als der aufmerksame Torwächter Markus Gamer den Aufsetzer eines freien Walldorf-Schülers gerade noch um den Pfosten lenken konnte. Doch Neuenheim verteidigte die dünne Führung mit mehr Glück als Geschick und zog in die vierte Kreispokalrunde ein.

Ein Wort noch zum Schiedsrichter: Das Beste an seiner Leistung. Er pfiff zwar meistens falsch, aber objektiv, indem er beide Teams gleichermaßen benachteiligte.

Joseph Weisbrod

Spielbericht aus der RNZ

Das nennt man Effektivität: Die Gäste entschieden mit ihrem einzigen ernst zu nehmenden Torschuß das Spiel. In der 22.Minute war es Thomas Pasch, der den VfB-Keeper auf dem falschen Fuß erwischte und den Ball aus 25 Metern ins Tor hämmerte. Walldorf war zwar die agilere Mannschaft, war aber vor dem gegnerischen Tor zu unkonzentriert. So rettete der ASC die Führung über die Zeit und warf damit den letztjährigen Finalisten glücklich aus dem Wettbewerb.

nu

alle Ergebnisse der dritten Runde