Vorschau auf die Landesliga-Saison 1998/99

Heidelberger Landesligisten zählen nicht zu den Topfavoriten

Kann der FC Astoria Walldorf in der Meisterschaft ein Wort mitreden?

Die Zeichen für eine spannende Landesliga Rhein-Neckar stehen vor Rundenstart gut.Die SC Kirchardt gehört,  nach ihrem knappen Scheitern in der Relegation., auch in diesem Jahr zu den Favoriten. Kirchardt hat sich nach einer starken Saison weiter personell verändert, so daß dem Trainergespann Dirk Wengert und Jürgen Stricker ein Topteam zur Verfügung steht. In der Mannschaft steckt so viel Potential, daß es für Kirchardt, im dritten Anlauf nun mit dem in Aufstieg in die Verbandsliga klappen  könnte.

Kehrt mit Rüdiger Menges in Wallorf wieder der Erfolg zurück?

Es bleibt abzuwarten, wie der FC Astoria Walldorf den Weggang von Trainer Lietzau und Torhüter Viertmann verkraftet hat. Mit einer Plazierung wie im Vorjahr ist sicherlich nicht zu rechnen. Doch mit dem neuen Trainer Rüdiger Menges kann auch ganz schnell der Erfolg wieder nach Walldorf zurückkehren.

Zu den Überraschungen der letzten Saison gehörte die SG Eschelbach mit ihrem Erreichen des 3. Taibellenplatzes. Eschelbach hat sich wieder gezielt verstärkt, so daß man davon ausgehen kann, daß die Eschelbacher wieder in der Spitzengruppe zu finden sein werden. Eckhard Prinz ist ein alter "Trainerfuchs", der es bestens versteht seine Spieler zu motivieren und topfit in die Spiele zu schicken.

Was kann Roland Schmitt mit dem FC Rot erreichen?
 
Mit Andreas Bayer vom Verbandsligisten SV 98 Schwetzingen hat sich die SpVgg Ketsch im Angriff sicherlich verstärkt. Die Mannschaft ist im Kern zusammengeblieben und sollte in der Tabelle wieder mit oben dabei sein.

In Zuzenhausen haben weiter Spielertrainer Reiner Wild und sein Schwiegervater Klaus Keller das Sagen. Beide dürften ehrgeizig genug sein, ihren guten 7. Platz des Vorjahres noch weiter zu verbessern. Zuzenhausen ist ein gut geführter Verein, dem in der Landesliga auch einiges zutrauen ist und der sich noch steigern kann. Gelingt, es dem Trainergespann, die Abgänge durch die Neuzugänge problemlos zu ersetzen, spielt der FC Zuzenhausen auch in diesem Jahr im vorderen Mittelfeld mit.

Eine Saison ohne Abstiegssorgen wird der FC Berwangen mit Sicherheit in diesem Jahr hinlegen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Schulz wurde nochmals durch namhafte Spieler verstärkt, daß mit ihr sogar in der Spitzengruppe zu rechnen ist. Die Mannschaft hat sich im letzten Drittel der vergangenen Saison so gefestigt, daß man dem FC Berwangen durch aus diese Rolle zutrauen kann. Vor allem im Offensivbereich hat der FC Berwangen seine Stärke.
 
Durch starke Neulinge wird die Landesliga an Attraktivität gewinnen 

Mit dem SV Neidenstein kommt ein starker Aufsteiger in die Landesliga.Der SV wurde souverän Bezirksligameister und ist für die höhere Klasse bestens gerüstet. Ein Garant für erfolgreichen Fußball ist Neidensteins Trainer Wolfgang Platz. Mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen wird dem SV Neidenstein auch in Landesliga eine gute Plazierung gelingen. Wie schmerzlich sich der Verlust von Vollblutstürmer Achim Wilfing auswirken wird, bleibt abzuwarten. Gelingt dem SVN ein guter Start, kann Neidenstein sogar zu einer der Überraschungsmannschaften in der Landesliga werden.

Aufsteiger ASC Neuenheim kann selbstbewußt in die neue Liga gehen

Das Titelrennen in der Landesliga Rhein-Neckar erscheint in diesem Jahr völlig offen. Mit dem SV Rohrhof kommt, ein sehr ambitionierter Neuling in die Liga. Die Aktien der Rohrhöfer werden sehr hoch gehandelt. Dem SVR ist alles zuzutrauen.

Amicitia Viernheim hat einen Aderlaß an Spielern zu  verkraften. Es bleibt abzuwarten, wie schnell Trainer Knapp die neuen Spieler in das vorhandene Mannschaftsgefüge einbauen kann. Mehr als einen Mittelfeldplatz sollen die "Grünen" in der neuen Runde sicherlich nicht anpeilen

Vom SV Laudenbach darf vermutet werden, daß er in der neuen Runde noch einen Zahn zulegt. Dafür sorgt sicherlich das vorbildliche Engagement von Spielertrainer Ralf Schreiner.

Der SC Pfingstberg möchte unter dem neuen Trainer, Uwe Müller, in der Tabelle weiter nach oben schielen.

Über die Relegation sicherte sich der FC St. Ilgen den Verbleib in der Landesliga. Für St.Ilgen, den FC Dossenheim und FC Rot steht in erster Linie das Ziel Klassenerhalt an vorderster Stelle. Doch alle drei Vereine können auch für positive Schlagzeilen in dieser Runde sorgen.

Positive Schlagzeilen schrieb der ASC Neuenheim in der letzten Saison. Der Aufsteiger startet selbstbewußt in die neue Liga. Als Meister und Heidelberger Kreispokalsieger bringen Trainer Holger Zimmer und seine Mannschaft das notwendige Selbstvertrauen mit, um auch in der  Landesliga gut zu bestehen.
 
Dadurch, daß drei starke Aufsteiger in die Rhein-Neckar-Liga kommen, hat die Klasse sicherlich an Attraktivität gewonnen.
 
Fussball-Regional 1998/99
Seite 88-89