24. Mai 2008, 17 Uhr
VfB Eberbach - ASC Neuenheim 8:0 (5:0)

Aufstellung des ASC Neuenheim
  1. Dieter Hafner
  2. Ralf Behrens
  3. Max-Peter Gantert
  4. Bernd Fischer
  5. Mark Schröder
  6. Harald Kuck
  7. Emin Sevim
  8. Joseph Julius
  9. Gerhard Riehl
  10. Heribert Lormann
  11. Ramadan Bukerma
Tore
  • 1:0
  • 2:0
  • 3:0
  • 4:0
  • 5:0
  • 6:0
  • 7:0
  • 8:0

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Weite Anreise, keine eigenen Treffer erzielt, Packung kassiert. So oder so ähnlich könnte ein Telegramm in die Heimat lauten. Doch so leicht liegt die Sache nicht. Zunächst einmal schmolz der Spielerkader rapide dahin. Einige ASC Recken verflüchtigten sich ohne einen Kondensstreifen zu hinterlassen. Und unser Freund von der Karibikinsel, Joseph Julius hatte sein Navi falsch justiert und traf erst ein, als das Kind sprichwörtlich schon in den Brunnen gefallen war. Trotzdem ein großes Lob an ihn, denn er gehörte zu den Besten im ASC Team.

Das Spiel begann in Unterzahl. Und wenn Gerhard Riehl, unser ehemaliger ASC Spieler, nicht die Farben gewechselt hätte, wäre der ASC mit 2 Mann weniger in die Partie gegangen. Der VfB, mit voller Sollstärke am Start und einigen Hochkarätern, die z.T. auch noch Dienst in der Ersten Mannschaft ableisten, belagerte von der ersten Minute das ASC Gehäuse. Zumindest stellenweise gelang es dem ASC, gefährliche Aktionen zu unterbinden und den VfB vom Tor fern zu halten. Aber wie gesagt nur stellenweise. Der doch teilweise gravierende Altersunterschied zwischen den beiden Teams ließ den VfB immer wieder gefährlich vor das ASC Tor kommen. Mit gekonnten Spielzügen über die Flügel wurde die ASC Defensive des öfteren ins Leere geführt. Nach einer Viertelstunde war das Abwehrbollwerk geknackt und der Torreigen eröffnet. Der VfB erzielte den Führungstreffer und legte sofort mit dem Zweiten nach. Beim ASC waren die Angriffsbemühungen doch rar gesät. Auch infolge der Unterzahl kam man nur gelegentlich vor das VfB Gehäuse. Fatal waren in dieser Phase die Ballverluste im Mittelfeld, die immer brandgefährliche Konter nach sich zogen. Und Treffer. Nach Treffer 3 und 4 für den VfB kam mit Joseph Julius die ersehnte Verstärkung. Aber manchmal legt man sich dann noch die Dinger selbst ins Tor, so geschehen beim 5:0 Halbzeitstand. Dazwischen lag noch eine Doppelchance für den ASC auf einen Treffer. Doch Ramadan Bukerma scheiterte zunächst mit seinem Distanzschuss am VfB Keeper und im zweiten Anlauf ereilte Dieter Hafner nach exzellenter Flanke von Ralf Behrens mit seiner Direktabnahme das gleiche Schicksal.

In der Halbzeitpause wurde die Abwehr des ASC umgestellt. Mark Schröder, der zusammen mit Harald Kuck zum Team gestoßen war (zum Glück, denn ansonsten hätte man hier Kleinfeld spielen können), verstärkte nun die Hintermannschaft und gab ihr Stabilität. Auch in der Offensive war der ASC nun präsenter. Einzig und allein die Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig. Der Ehrentreffer und auch noch etwas mehr wären durchaus drin gewesen. Harald Kuck und Heribert Lormann hatten die Gelegenheiten auf dem Kopf . Und bei ein wenig Konzentration im Abschluss wäre auch aus der Distanz mehr drin gewesen. So beschränkten sich die Einschläge, was Tore betraf, auf das ASC Gehäuse. Bei den sich bietenden Kontern war der VfB gnadenlos gut und hätte, bei etwas mehr Konzentration und, nicht zu vergessen, dem nimmermüdem Einsatz der ASC Defensive, wahrscheinlich noch mehr als nur die drei Treffer zum Endstand nachlegen können.

Dieter Hafner