Saison 2025/26
Landesliga Rhein-Neckar
Vorbericht zum 32. SpieltagRNZ-Vorschau
Schmid: "Ich will meine Jungs nicht bremsen"
Der ASV Eppelheim ist immer noch im Aufstiegsrennen mit dabei
Heidelberg. (bz) Die formstärkste Landesliga-Mannschaft ist der ASV Eppelheim. Am Sonntag gegen die SpVgg Ketsch kann der Tabellendritte den zehnten Dreier in Folge einfahren. Ob das reicht, um noch auf einen der ersten beiden Plätze zu klettern, ist eine der spannendsten Fragen im Saisonendspurt.
Das Restprogramm des VfR Mannheim II hat es mit den Gegner Srbija Mannheim, Bammental und Neuenheim in sich. Haben Sie darauf wenigstens einmal kurz geschaut? Markus Schmid (Foto: F&S) hat sich informiert und schaut deshalb nicht nur auf den VfR. "Wenn die Mannheimer nämlich jetzt gegen Srbija Mannheim gewinnen, können wir aus eigener Kraft sogar Srbija überholen", sagt der Eppelheimer Trainer. Möglich macht dies der Spielplan, der am letzten Spieltag mit dem ASV-Heimspiel gegen den derzeitigen Tabellenführer ein vermeintliches Endspiel bereithält. Für Schmid steht fest: "Auf all das will ich gar nicht zu sehr blicken, wir haben mit Ketsch und Kirchardt vorher zwei schwere Spiele vor der Brust."
Reichen drei Siege für die Relegation? Neun Siege in Serie sind es aktuell – Eppelheim ist der formstärkste Landesligist. "Das gab es, glaube ich, schon lange nicht mehr", sagt Schmid und, "ob letztlich drei Siege reichen, kann ich nicht sagen."
Ihre Mannschaft steht mittlerweile bei 107 Toren. Gibt es offensiv überhaupt noch Verbesserungspotenzial? Der 46-Jährige ist schlau genug, um die richtige Antwort aus Trainersicht zu geben: "Verbesserungspotenzial gibt es immer." Als Beispiel zieht er den vorangegangen 4:2-Sieg bei Türkspor Eppingen heran und mahnt deshalb: "Dort standen wir zu häufig im Abseits und haben im vorderen Drittel nicht aggressiv genug gegen den Ball agiert, sonst hätten wir mehr Torchancen herausspielen können."
Was macht am Sonntag einen Gegner wie Ketsch, für den es als Tabellensiebter um herzlich wenig geht, gefährlich? Das Vorrundenduell ist das Beispiel, das Warnung genug sein sollte. "Damals haben wir es verpasst auf ein mögliches 2:0 zu stellen und dann hintenraus nach einem Freistoß in der Nachspielzeit mit dem 1:2 unsere erste Niederlage kassiert", berichtet Schmid. Deshalb rechnet er auch dieses Mal damit, "dass wir auf eine sehr gut organisierte Mannschaft treffen, die schwer zu knacken sein wird."
Der Erfolg ist da, 71 Punkte sind der beste Beleg dafür. Käme ein Aufstieg für Ihre letzten Sommer neu zusammengestellte Mannschaft aber vielleicht sogar ein bisschen zu früh? Bei dieser Frage überlegt Schmid lange. "Ich will meine Mannschaft nicht bremsen", sagt er, "wir nehmen alles mit, was geht. Das haben sich die Jungs auch redlich verdient. Eine tolle Sache wäre zweifellos ein Endspiel gegen Srbija am letzten Spieltag vor einer vollen Hütte."
Was ist sonst noch los? Die SG-SV Lobbach und der FV Nußloch können nur noch rein theoretisch auf den Relegationsrang abrutschen. Dafür müsste einer der beiden, die am Samstag bei der SG-SV aufeinandertreffen, sämtliche verbleibenden Partien verlieren und Viernheim sowie Gartenstadt ihre drei Begegnungen jeweils gewinnen. Die gleiche Voraussetzung hat der FC Dossenheim, der am Sonntag den ASC Neuenheim empfängt, sowie den VfB St.Leon, der gegen den FV Brühl noch aktiv ins Aufstiegsrennen eingreifen und Eppelheim Schützenhilfe leisten kann. Der FC Bammental ist beim bereits abgestiegenen SV 98 Schwetzingen haushoher Favorit.
Samstag, 15 Uhr: SV Schwetzingen – FC Bammental; 15.30 Uhr: TSV Amicitia Viernheim – SG Kirchardt, SG-SV Lobbach – FV Nußloch; Sonntag, 15 Uhr: VfB St.Leon – FV Brühl, FC Dossenheim – ASC Neuenheim, VfR Mannheim II – Srbija Mannheim, ASV Eppelheim – SpVgg Ketsch, VfB Gartenstadt – Türkspor Eppingen, Türkspor Mannheim – SC RW Rheinau.
RNZ vom 13.05.2026, Seite 26