Saison 2025/26
Landesliga Rhein-Neckar
Vorbericht zum 31. SpieltagRNZ-Vorschau
Da kann nichts mehr schiefgehen
Lobbachs 40 Punkte müssen reichen – Münkel hat noch vier Spiele mit seinem Heimatklub
Heidelberg. (bz) Wir legen uns fest. Die 40 Punkte, die die SG-SV Lobbach bislang gesammelt hat, reichen für den Klassenerhalt. Am Sonntag gegen den VfB St. Leon kann der Tabellenachte den Ligaverbleib dann auch rechnerisch festzurren. Wir stellen Fragen.
Die 40 Punkte sind erreicht. Beruhigt Sie das? Schon vor der Runde hat Patrick Münkel diese Marke ins Visier genommen. "Das beruhigt mich definitiv", sagt der Trainer der SG-SV Lobbach zum Erreichen des Ziels. Rein theoretisch könnte seine Mannschaft noch auf den Relegationsplatz 14 oder einen direkten Abstiegsplatz durchgereicht werden. Für diesen unwahrscheinlichen Fall hat er auch eine Antwort parat: "Dann hätten es sich die Teams, die uns überholen, das ganz sicher verdient."
Vier Spiele stehen noch aus. Was ist das Ziel zum Abschluss? Realistisch betrachtet läuft es auf eine Platzierung zwischen Rang sechs und zwölf hinaus. "Eine Zielsetzung ist schwierig", sagt Münkel, der hofft, "dass wir noch auf 46 Punkte kommen, das wäre ein schöner Abschluss".
Kommen schon ein paar Emotionen hoch, wenn Sie an den letzten Spieltag zuhause gegen Türkspor Eppingen denken? Nach der Saison wechselt der Lobbacher Coach zum derzeitigen drittplatzierten FV Brühl. Der nahende Abschied von seinem Heimatklub wird sicher eine besondere Sache. "Alles, was mit Fußball zu tun hat, verbinde ich mit Lobbach, deshalb wird mir der Abschied definitiv schwerfallen", sagt Münkel und verspürt gleichzeitig "große Dankbarkeit, dass mir der Verein vor vier Jahren als damals 25-Jährigen die Chance gegeben hat, als Trainer einzusteigen".
Gegen Ihren künftigen Verein FV Brühl gab es am vergangenen Wochenende eine 0:4- Niederlage. Wie haben Sie die Partie erlebt? "Eigentlich war es nichts Besonderes, während des Spiels war es kein Problem, das alles auszublenden", sagt er dazu, "im Vorfeld stellt man sich gewisse Dinge vor, dann war es aber ein Spiel wie jedes andere auch."
Die Mannschaft, die Sie übernehmen, ist Ihnen aber vermutlich positiv aufgefallen? "Definitiv und ich freue auch auf die anstehende Aufgabe in einem komplett neuen Umfeld, was ich so noch nie hatte", sagt Münkel. Dann heißt es für den 30-Jährigen den nächsten Schritt zu machen. Vorgenommen hat er sich schon einiges: "In der Mannschaft steckt definitiv viel Potenzial und ich freue mich, eine neue Spielidee zu kreieren."
Was ist sonst noch los? Aufgrund der 1:4-Niederlage von Srbija Mannheim in Dossenheim ist der Meisterschaftskampf unerwartet spannend geworden. Die Serben halten als Spitzenreiter weiterhin die besten Karten in der Hand und sollten sich gegen den SV 98 Schwetzingen am Sonntag keine Blöße geben. Der VfR Mannheim II (in Kirchardt) und Brühl (gegen Neuenheim) lauern dahinter auf Ausrutscher des Tabellenführers. Restchancen auf Rang zwei besitzt der ASV Eppelheim. Doch selbst, wenn die Schmid-Truppe am Sonntag beim Schlusslicht Türkspor Eppingen und an den danach verbleibenden drei Spieltagen alles gewinnen sollte, könnte das nicht ganz reichen. Den Spieltag eröffnen der FC Bammental und Dossenheim am Samstag um 15.30 Uhr.
Samstag, 15.30 Uhr: FC Bammental – FC Dossenheim; Sonntag, 15 Uhr: FV Brühl – ASC Neuenheim, SG-SV Lobbach – VfB St.Leon, FV Nußloch – Türkspor Mannheim, SC RW Rheinau – VfB Gartenstadt, Türkspor Eppingen – ASV Eppelheim, SpVgg Ketsch – TSV Amicitia Viernheim, SG Kirchardt – VfR Mannheim II, Srbija Mannheim – SV Schwetzingen.
RNZ vom 07.05.2026, Seite 25