Saison 2025/26
Landesliga Rhein-Neckar
Vorbericht zum 28. Spieltag

RNZ-Vorschau

Plötzlich Aufstiegskandidat

Der ASV Eppelheim hat sich mit fünf Siegen in Serie in Position gebracht

Heidelberg. (bz) Vor vier Wochen schien alles auf eine entspannte Endphase der Saison und auf Rang vier hinauszulaufen. Das hat sich für den ASV Eppelheim, der von Sieg zu Sieg eilt, grundlegend verändert. Die Mannschaft von Trainer Markus Schmid befindet sich in Reichweite zum VfR Mannheim II und somit zur Vizemeisterschaft, die zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Wir stellen Fragen.

Haben Sie schon den Torrekord des FC Bayern München ins Visier genommen? "Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht", sagt Schmid, der einfach nur froh ist, "dass wir momentan so gut im Lauf sind und das wollen wir möglichst lange ausnutzen." 93 Tore nach 27 Spielen sind es derzeit – Tendenz weiter steigend.

Fünf Siege in Serie, die letzten drei davon ohne Gegentor. Ist Ihre Mannschaft derzeit überhaupt aufzuhalten? Acht Siege nacheinander und 13 ungeschlagene Spiele zählte die Statistik, als Eppelheim Anfang November in Ketsch die erste Saisonniederlage kassierte. "Das kam damals völlig überraschend und hat uns gezeigt, wie schnell es passieren kann, auch wenn du mit ganz viel Selbstvertrauen in ein Spiel gehst", nennt Schmid diese Partie als Beispiel nie etwas als gegeben hinzunehmen. Dass sich seine Elf aber positiv entwickelt hat, steht außer Frage und das betrifft bei weitem nicht nur die Offensive. Der 46- Jährige erläutert: "Die Jungs verteidigen besser in der Defensive und das bildet die Grundlage, da wir offensiv mit unserem Spielansatz immer in der Lage sind, Torchancen herauszuspielen."

Wie sehr hat sich der Aufstieg seitdem zu einem Thema in Eppelheim entwickelt? Der ASV befindet sich vor dem Zeitplan. Vor vier Wochen sagte Schmid der RNZ, "dass wir nächstes Jahr aufsteigen wollen". Die runderneuerte Mannschaft entwickelt sich auf einem hohen Niveau immer weiter nach vorne, aber womöglich käme ein Aufstieg sogar etwas zu früh. "Wir wollen weiter Spaß haben und sind einfach froh, die kleine Form-Delle vor und nach der Winterpause überstanden zu haben", sagt der Trainer dazu.

Am Sonntag kommt es zum Duell der Formstarken mit dem VfB St. Leon. Auf was gilt es für Ihre Mannschaft dabei zu achten? Das Potenzial für ein Spitzenspiel ist gegeben, wenn am Sonntag der VfB St. Leon nach Eppelheim kommt. "Es ist zwar eine Plattitüde, aber alles andere als gelogen, wenn ich sage, dass das nächste Spiel das schwierigste ist", meint Schmid und bezieht sich auf die überzeugenden Ergebnisse, die die St. Leoner zuletzt eingefahren haben. Darunter war beispielsweise ein 2:1-Sieg beim VfR Mannheim II, der im Nachhinein noch eine große Hilfe für Eppelheim sein kann.

Was ist sonst noch los? Von jeglichen Erfolgsdruck befreit darf der FC Bammental den FK Srbija Mannheim empfangen. Am Samstag ab 15.30 Uhr wird sich in der Schwimmbadstraße zeigen, wie positiv sich das auf die Leistung der Brecht-Elf auswirkt. Dossenheim und Ketsch bestreiten ein Mittelfeld-Duell, Lobbach winkt in Gartenstadt bei einem Sieg die 40-Punkte-Marke und Nußloch kann in Viernheim sämtliche Zweifel den Klassenerhalt betreffend aus dem Weg räumen. Das Gleiche gilt für den ASC Neuenheim vor seinem Heimspiel gegen die akut abstiegsbedrohte SG Kirchardt.

Samstag, 15 Uhr: SV Schwetzingen – Türkspor Eppingen; 15.30 Uhr: FC Bammental – Srbija Mannheim, TSV Amicitia Viernheim – FV Nußloch, VfB Gartenstadt – SG-SV Lobbach; Sonntag, 15 Uhr: Türkspor Mannheim – FV Brühl, ASV Eppelheim – VfB St.Leon, ASC Neuenheim – SG Kirchardt, FC Dossenheim – SpVgg Ketsch, VfR Mannheim II – SC RW Rheinau.

RNZ vom 16.04.2026, Seite 23