Saison 2025/26
Heidelberg Kreisliga
Vorbericht zum 12. Spieltag

RNZ-Vorschau

Torjäger Höffner widerspricht den Bossen

RNZ fragte Rauenberg, Leimen und Dielheim: Warum werden wir Meister?

Von Wolfgang Brück

Heidelberg. Die Kreisliga ist eine Dreiklassen-Gesellschaft. Ein Quartett – Frauenweiler, Neuenheim II, Waldhilsbach und Baiertal – werden die drei Absteiger unter sich ausmachen. Neun Mannschaften bilden das breite Mittelfeld. Rauenberg (30 Punkte) konkurriert mit Leimen und Dielheim (beide 27) um die Meisterschaft und den Relegationsplatz.

"Wir werden nicht Meister", sagt der Meister im Understatement Christian Erhart, der Sportchef beim VfB Rauenberg. Verletzungspech und ein dünner Kader stimmen auch Betreuer Horst Hillesheim skeptisch. Tim Gauch und Dominik Mrosek erlitten Kreuzbandrisse. Dennis Freitag schießt jetzt seine Tore beim Konkurrenten SG Dielheim. Mit Jeremy Stadler, Nicolas Jungkind, Deniz Altun und Joel Schlink verlor der Vorjahres-Vierte eine Reihe guter Spieler.

Andererseits, der Spitzenreiter hat drei Punkte Vorsprung, er gewann die Direktduelle gegen Leimen und Dielheim jeweils mit 2:1 und Moritz Höffner hat nach langer Verletzungspause und einem Studien-Aufenthalt in Kanada nichts an Torgefährlichkeit eingebüßt. Moritz Höffner widerspricht ausdrücklich seinem Vorgesetzten: "Wir können es schaffen. Denn wir sind spielerisch stark."

Am Freitag im Heimspiel gegen die SG Kirchheim II – der amtierende Vizemeister zählt zum Kreis der Verfolger – sind Simon Pflanz, Nico Fischer und Nils Menges wieder dabei. Sie waren krank und fehlten bei der 0:2-Niederlage im Pokal- Halbfinale beim FC Germania Meckesheim-Mönchzell, die den Traum vom Double zerstörte.

Christian Erhart schustert dem VfB Leimen die Favoritenrolle zu. Fakten belegen die Einschätzung. Der Rangzweite hat wie Rauenberg 44 Tore erzielt und damit den besten Angriff, gleichzeitig aber mit nur acht Gegentreffern auch die mit Abstand beste Defensive. Die Jungs von Manuel Wengert gewannen ihre letzten fünf Spiele, die letzten vier waren Schützenfeste mit einer Tordifferenz von 23:0!

Am Sonntag in Neuenheim muss ausgerechnet der Ex-Neuenheimer Felix Dipper ersetzt werden, der an der ZDF-Torwart Weltmeister Rudi Völler besiegte. Der Einsatz von Torjäger Raoul Hofmann ist fraglich.

Manuel Wengert sagt, was Manuel Wengert zu sagen pflegt, wenn man ihn um eine Einschätzung bittet: "Es läuft ganz ordentlich." Sein Kollege Volkan Cetinkaya ist der Meinung, dass Bescheidenheit zwar gut ist, sie manchmal aber auch der Mannschaft ein Alibi geben kann. Der Trainer des Rangdritten SG Dielheim antwortete auf die Gretchenfrage der Rhein-Neckar-Zeitung: "Dielheim! Denn wir sind an der Reihe."

Die letzten Spiele waren nicht ganz so überzeugend. Im Pokal-Halbfinale gab es ein 0:1 in Eberbach. Trotz einem breit aufgestellten Kader konnten die Ausfälle, vor allem im Abwehrbereich, nicht ganz kompensiert werden. Mittlerweile sind David Baust, Robbie Seeger, Marius Laier und Marco Hillebrand wieder dabei. Sportchef Thomas Krönig hofft, dass bald wieder die Null tehen wirdAm besten bereits am Sonntag in Eberbach.

Weit entfernt von der Null war in den bisherigen elf Spielen der FC Frauenweiler. Die einzigen drei Punkte gab es am grünen Tisch. Von den zehn Niederlagen war die in Rauenberg besonders heftig. Die 300 Zuschauer hatten beim 15:1-Sieg im Kerwespiel ihren Spaß. Weniger amüsiert war Matthias Örüm. Der prominente Ex-Profi stand im Trainingsanzug an der Seitenlinie.

Freitag, 19.30 Uhr: VfB Rauenberg - SG Heidelberg-Kirchheim II, SG Horrenberg - 1. FC Mühlhausen II; Sonntag, 11.45 Uhr: ASC Neuenheim II - VfB Leimen; 14.30 Uhr: SpVgg Baiertal - SpG Dilsberg I/Bammental II, SpG Waldhilsbach I/Lobbach II - FC Rot, Eberbacher SC - SG Dielheim; 15.30 Uhr: Heidelberger SC - TB Rohrbach, FT Kirchheim - FC Frauenweiler.

RNZ vom 24.10.2025, Seite 26