Text, Fotos & Torvideos: Joseph Weisbrod
Von Wolfgang Brück
Heidelberg. Starker Bär oder schlauer Fuchs? Christian Erhart, der Erfinder des Maskottchens "Mannabär" und der Meister im Understatement, rückt noch nicht ganz ab von seiner steilen These: "Wir werden nicht aufsteigen."
Nach dem 3:1-Sieg im Kreisliga-Spitzenspiel bei der SG Dielheim sagt der Sportvorstand des VfB Rauenberg: "Der VfB Leimen bleibt in der besseren Ausgangsposition, weil er es bei zwei Punkten Vorsprung und der besseren Tordifferenz selbst in der Hand hat."
Sicher ist, dass aus dem Dreikampf ein Zweikampf geworden ist. "Wir sind erst mal raus", gesteht der Dielheimer Trainer Volkan Cetinkaya, dessen Mannschaft am Sonntag im Derby in Horrenberg die nächste schwere Aufgabe hat.
Die SG Horrenberg stand am Freitagabend-Spieltag im Dunkeln. In Rot ging das Flutlicht aus, das Spiel musste kurz nach der Pause beim Stand von 0:0 abgebrochen werden. Frauenweiler leistete mit dem 5:2 gegen Neuenheim II einen Beitrag, um als bester der drei Absteiger ins Ziel zu kommen.
Das Pfarrer Martin-Walter-Stadion in Dielheim erlebte einen Rekordbesuch. 600 Zuschauer waren da, unter ihnen die Ex-Profis Roland Dickgießer und Roberto Pinto, Walldorf-Legende Andreas "James" Kocher, Oliver Hilbert und der langjährige Hoffenheim-Präsident Kristian Baumgärtner. Sogar Groundhoppers aus Norddeutschland hatten den Weg ins schöne Dielheim gefunden.
Sie sahen eine 2:0-Halbzeitführung der Gäste durch Tore von Ricardo Hickel (11.) und Siakra Berete (26.). Nach der Pause spielten auch die Hausherren mit. Joshua Emanuel Meßmer gelang der Anschlusstreffer (55.), kurz zuvor hatte Fabian Rausch einen Strafstoß am Tor vorbei geschossen. Hickel machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf.
"Auf Dauer können wir unsere Ausfälle nicht kompensieren", seufzt Cetinkaya. Nur Marius Laier kehrt demnächst zurück, ist vielleicht schon in Horrenberg wieder dabei. Robbie Seeger, Morten Menges und David Baust fallen noch länger aus. Dielheim fährt am letzten Spieltag am 30. Mai nach Leimen, könnte Zünglein an der Waage sein.
Bis dahin spielt Leimen noch gegen Kirchheim II (am Mittwoch), gegen Dilsberg/Bammental und Neuenheim II zu Hause sowie in Eberbach, Waldhilsbach, Rot und Baiertal. Die restlichen Gegner des neuen Spitzenreiters Rauenberg sind Rohrbach (H), Frauenweiler (A), Mühlhausen II (H), Kirchheim II (A), Dilsberg/Bammental (H), Neuenheim II (A) und Baiertal (H).
"Ich drücke beiden die Daumen, aufzusteigen", erklärt Thorsten Maas. Der Stellvertretende Abteilungsleiter der SG Kirchheim glaubt, dass sich sowohl Leimen als auch Rauenberg in der Landesliga behaupten können. Ein bisschen mehr Sympathien hat er für die benachbarten Leimener, wo mit Trainer Manuel Wengert, Co-Trainer und Kaderplaner Martin Rau sowie Tim Dorsch ehemalige Kirchheimer versuchen, aus dem ewigen Vizemeister einen Meister zu machen. "Das heißt aber nicht, dass wir am Mittwoch in Leimen etwas zu verschenken haben", versichert Maas. Geklärt ist inzwischen die Trainerfrage. Maximilian Schmidt wird Nachfolger von Christopher Kulik. Sein Cousin Niklas Schmidt steht ihm als Co- Trainer zur Seite.
Weil im Zug von Arbeiten am Klubhaus Wasser in den Sicherungskasten kam, ging in Rot das Flutlicht aus. Wegen der hereinbrechenden Dunkelheit schickte der Schiedsrichter gegen 20.15 Uhr die Spieler in die Kabine. Tore waren noch keine gefallen. Am Samstag um zehn ging das Licht wieder an und strahlte mit der Sonne um die Wette.
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FC Frauenweiler: Luca Hafner (TW), Thomas Can, Benjamin Butscher, Sascha Just, Deniz Sahin, Can Altun (56. Ihor Borovets), Muhammed Yildirim (87. Nick Benger), Georgios Tsakas, David Reisenauer (C), Murat Sheikhametov (67. Imran Hakiki), Lukas Can (73. Alexander Angelakis) - Marcel Masuch, Nick Benger Ihor Borovets Alexander Angelakis Imran Hakiki - Trainer: Matthias Örum
ASC Neuenheim II: Patrick Hannemann (TW), Fynn Svoboda, Jannes Prenzel, Noah McSkimming (61. Arianit Avdui), Fabio Jochmann (75. Julian Heid), Alexander Eßig, Louis Leistikow, Florian Hermann, Bryan Faith (61. Gabriel Willenshofer), Leo Neßling (90+2. Christopher Roth), Sedat Yasar (C) (90+2. Robin Feldbusch) - Robin Feldbusch, Julian Heid, Gabriel Willenshofer, Arianit Avdui, Moritz Elvermann, Christopher Roth, Abdurrahman Mourad - Trainer: Danny Andemeskel
Tore:
2 Karten für ASC Neuenheim II:
Schiedsrichter: Ben Förderer (VfB Wiesloch)