Saison 2024/25
Verbandsliga Baden
Vorbericht zum 18. Spieltag

RNZ-Vorschau

Die Anatomen benötigen ein dickes Fell

m Samstag kommt Walldorf II – Danach warten die zwei dicksten Kracher überhaupt

Heidelberg. (bz) Zumindest für den Relegationsrang hat der ASC Neuenheim alle Trümpfe in der Hand. Nun gilt es die Anfangswochen des Jahres, in denen es fast ausschließlich gegen Topteams geht, zu überstehen. Am Samstag kommt Walldorfs U23 zum ASC. Wir stellen Fragen.

Wo steht der ASC nach dem ersten Spiel? 2:6 hört sich heftig an, Jan Herle betrachtet die Auftaktniederlage in Mühlhausen allerdings differenziert. "Bis zum 2:2 haben wir das ganz ordentlich gemacht, uns dann aber quasi selbst die Tore reingeschossen", sagt der Trainer des ASC Neuenheim. Seine Eindrücke nach der Vorbereitung seien positiv gewesen, er sieht seine Mannschaft, "auf einem guten Weg, auch wenn das nach dem ersten Spiel vielleicht ein bisschen komisch klingt."

Wie viel größer ist die Hoffnung in einem Heimspiel? Die zweite Partie findet auf dem heimischen Fußballcampus statt. Am Samstag um 15 Uhr kommt der FC- Astoria Walldorf II. "Ich habe mir deren Spiel gegen Eppingen (0:0) angeschaut und eine technisch sowie taktisch hervorragend ausgebildete Mannschaft gesehen, die deutlich besser ist, als es ihr Tabellenrang vermuten lässt", so Herle, der damit rechnet, "dass sie uns stark und aggressiv anlaufen werden."

Da nach Walldorf die Aufgaben noch schwieriger werden, es geht nach Bruchsal und der KSC II kommt, drohen punktearme Wochen. "Das sind natürlich dicke Brocken, aber wir müssen uns auch aus diesen Spielen ein paar Punkte ergaunern", hat der ASC-Coach seiner Mannschaft einen Schlachtplan zurechtgelegt.

Den Abstiegskampf schätzt er realistisch ein und glaubt, "dass es in erster Linie darum geht den Relegationsrang zu halten und im besten Fall vielleicht noch Bretten zu überholen. Die anderen Teams wie Spielberg oder Waldhof II haben da definitiv nichts zu suchen und werden ihre Punkte zweifellos holen."

Wie ist die Stimmung nach Brechts Einstand? "Zweigeteilt", sagt Uli Brecht. Der neue, alter Trainer des FC Bammental hätte seiner Mannschaft in Spielberg, "aufgrund des Spielverlaufs einen Dreier", gewünscht. So stand immerhin ein 0:0- Achtungserfolg, der Hoffnung auf bessere Zeiten gibt.

Ist ein Heimspiel gegen Waldhofs U23 schon ein Pflichtdreier? Eingeläutet sollen diese besseren Zeiten mit einem Heimsieg am Samstag gegen den SV Waldhof Mannheim II (Anpfiff, 15.30 Uhr). "Von einem Pflichtdreier würde ich allerdings nicht sprechen", sagt Brecht, der sich dennoch im Klaren darüber ist, "dass wir zwischendurch auch mal gegen jemanden punkten müssen, gegen den man nicht zwingend damit rechnet."

Das Ziel für die Rückrunde hat er seiner Mannschaft bereits in seinem ersten Training mitgeteilt: "Es geht um die Relegation, alles andere wäre unrealistisch."

Gelingt St. Leon der Befreiungsschlag? Irgendwann müssen Zähler her. Gelegenheiten wie die am Sonntag anstehende beim VfB Bretten sind prädestiniert für den VfB St. Leon (Anpfiff, 15 Uhr). Sonst rückt der Klassenerhalt zeitnah in unerreichbare Ferne. Knifflig wird es für den 1. FC Mühlhausen (bei GU-Türk. SV Pforzheim) und die SG Heidelberg-Kirchheim (in Heddesheim) gleichermaßen. Beide sind am Samstag um 16 Uhr gefordert.

Samstag, 15 Uhr: Heddesheim - HD-Kirchheim, Eppingen - Bruchsal, Pforzheim - Mühlhausen; 15.30 Uhr: Neuenheim - Walldorf II, Weinheim - Karlsruhe II, Bammental - Waldhof II; Sonntag, 15 Uhr: Mosbach - Spielberg, Bretten - St. Leon.

RNZ vom 14.03.2025, Seite 22