Aufstellung des ASC Neuenheim
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Tore
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Dritter Sieg im vierten Testspiel, darunter zwei 3:2-Erfolge gegen die Landesligisten Eppelheim und Wieblingen. Auch am Mittwoch abend legte der ASC im Klassenvergleich gegen den Tabellenführer der Kreisliga Mannheim einen flotten Fußballtanz auf das sattgrüne Kunstrasenparkett im Fußballcampus Heidelberg.
Der gut aufgelegte (und auflegende) ASC-Angreifer Vadim Bäumler bereitete mit einem exquisiten Pässchen in die Tiefe den Neuenheimer Führungstreffer vor. Serdar Özbek machte das Beste daraus: ein wunderbares Tor! Nach wild entschlossenem Strafraum-Durchsetzer katapultierte der Neuenheimer Stürmer den Ball mit der Härte und Präzision eines Eishockeypucks in den linken Winkel (24.). Der Gastgeber ließ das dralle Spielgerät aus der von Capitano Don Vincenzo Terrazzino führungsstark dirigierten Abwehr heraus weiterhin schnell und raumnutzend zirkulieren.
Die logische Konsequenz: Nach energischem Ballgewinn erneut von Vadim Bäumler landete dessen Hereingabe bei ASC-Mittelfeldturbo Yves Hillger der dem Fortuna-Keeper mit prägnantem, halbhohem Abschluss keinerlei Haltbarkeitschance ließ. Auf der anderen Seite nur wenig Entlastungsangriffe für den Mannheimer Klassenprimus aus Heddesheim. Einen davon machte der bis auf ein, zwei Fahrlässigkeiten wieder mal makellose ASC-Torwart Burak Polat mit einer akbrobatischen Blitzparade nach einer fulminanten Direktabnahme aus kürzester Distanz großartig zunichte.
In der 57. Minute roch es auf dem Campus verdächtig nach Elfmeter. ASC-Torminator Serdar Özbek war vom starken Fortuna-Torwart offenbar umgerissen worden. Dazu später mehr. Anstatt den Sieg sicher in den Champions League-Abend zu perpetuieren, schaltete der ASC im letzten Drittel allzu sehr, wohl auch kräftebedingt, in den Rückzugsmodus. Als Fortuna-Stürmer Tim Rabe in der 76. Minute Torwart Burak Polat umkurvte und zum 1:2-Anschluss einschob, geriet der erneute Heimerfolg am Ende nach einigen klaren Vollstreckungsmöglichkeiten für die Gäste noch unnötig in Gefahr.
Nach dem Abpfiff auf die vermeintliche Elfmeterszene in der 57. Minute nach dem Abffiff angesprochen, erklärte der traumhaft sicher leitende Schiedsrichter Sabry Ehrhard voller Respekt, dass der betroffene Spieler ihm selbst signalisiert habe, auf Abstoß zu entscheiden. Somit geht der Fairneßpreiss des Monats an den aufrichtigen Sportsmann Serdar Özbek!
Apropos: Da Schiedsrichter meist im Hintergund stehen und selten gelobt, aber häufig getadelt werden, seien hier drei Vertreter dieser Zunft im Aufmacherfoto gezeigt, auf die ihre Kollegen zurecht stolz sein können! Neben Schiedsrichter Sabry Eberhard aus Wilhelmsfeld (Bildmitte) haben auch seine beiden smarten Assistenten Christopher Funk und Jochen Naumann eine fehlerlose Leistung - gerade bei Abseitssituationen - gezeigt. Chapeau: Solche Schiris braucht das Land!
Das letzte Testspiel vor dem Rückrundenstart bestreitet die Mannschaft von Trainer Matthias Hohmann am Sonntag, dem 2. März, ebenfalls auf dem Fußballcampus gegen den Klassenkameraden FC Fortuna Schatthausen.
Sollte auch diese Generalprobe erfolgreich verlaufen, vergessen wir alle nie die Binsenweisheit: Testspiele sind keine Punktspiele!
Joseph Weisbrod