Aufstellung des ASC Neuenheim
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Tore
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Nebenan lockte in der Abendhitze der Badesee. Doch auch die Gäste auf der schattigen Tribüne der idyllischen Sportanlage des FV Fortuna Heddesheim 1911 brauchten den Verzicht auf das kühle Nass nicht zu bereuen. Denn der unterhaltsame Klassenvergleich zwischen den Kreisligisten aus Mannheim und Heidelberg verdiente sich technisch, taktisch und läuferisch durchaus ansehnliche Noten. FV-Schatzmeister Michael Nägle, ehemaliger ASC-Meisterspieler und -Torjäger, konnte mit der Zuschauer-Resonanz zufrieden sein.
Bereits nach vier Minuten hatte der vom Landesligisten TSV Wieblingen zum Anatomie-Sportclub gewechselte Stürmer Vadim Bäumler die Gästeführung auf dem Fuß, scheiterte aber knapp am FV-Torwart. Kurz darauf rettete Neuenheims Keeper Burak Polat glänzend gegen einen einschussbereiten Fortuna-Angreifer (7.). Nach der dominanten Anfangsphase verloren die Anatomen jedoch plötzlich den OP-Faden. Der spielstarke Kreisliga-Aufsteiger (Website-Slogan: "Fußball ist unsere Leidenschaft") hatte nun mehr Ballbesitz und ging in der 34. Minute durch einen wohldosierten Lupfer von Neuzugang Mario Marth in Führung.
Kurz nach dem Wiederanpfiff besorgte Serdar Özbek nach einer famosen Rechtsflanke des schnellen Außenbahners Emanuel Smarsly mit einem prägnanten Kopfball den Ausgleich (51.). Die größte Neuenheimer Möglichkeit vergab in der 67. Minute der so treffsichere ASC-Torjäger, als er nach einem Aufschlitzer-Pass von Sturmpartner Timo Mifka den Ball knapp über das rechte Lattendreieck schlenzte.
Die letzten zwei Minuten dieser trotz der hohen Temperaturen flotten Testpartie hatten es dann nochmals in sich. Steffen Damm, ein weiterer Neu-Fortune, köpfte aus kurzer Distanz zum 2:1 ein (89.), ehe Flatrate-Torschütze Serdar Özbek mit seinem zweiten Treffer den gerechten 2:2-Endstand herstellte (90.).
Am Samstag (3. August) bestreitet der ASC Neuenheim sein erstes Pflichtspiel in der neuen Saison. Der B-Ligist SG ASV/DJK Eppelheim II wird um 17.00 Uhr auf seinem Kunstrasenplatz das Kunststück versuchen, den höherklassigen Gast schon in der ersten Runde aus dem Heidelberger Kreispokal zu werfen.
Die immer mehr zusammen wachsende Mannschaft von Trainer Matthias Hohmann und Co-Coach Timo Mifka sollte dies mit einer konzentrierten und engagierten Leistung zu verhindern wissen.
Joseph Weisbrod