Aufstellung ASC Neuenheim
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Aufstellung FC Astoria Walldorf
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Torschützen
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Jamaikanisches Sprichwort: Wenn das Huhn heiter und fröhlich ist (wie Walldorf nach seiner Siegesserie), fängt ihm der Habicht das Küken weg. So entriß der Raubvogel Neuenheim dem Meisterschaftskandidaten mit einer imposanten taktischen und kämpferischen Leistung die fest eingeplante Siegprämie. Die temperamentvolle Partie begann kurios mit zwei Strafstössen innerhalb von einer Minute: Zunächst ging Walldorf durch einen von Andreas Kocher verwandelten Foulelfmeter in Führung (3.). Wenige Sekunden später deutete der Schiedsrichter im Gästestrafraum auf den Schicksalspunkt. Der fleißige Steffen Müller hatte die Walldorfer Abwehr mit einem feinen Paß auf Ralf Brandner seziert, der nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Mittelfeld-Strippenzieher Holger Wittmann ließ sich die Strafstoß-Chance nicht entgehen. Nun entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, bei dem der FC-Astoria zwar mehr Spielanteile, aber kaum Torschüsse zu verbuchen hatte. Einen davon fischte ASC-Adler Arne Rietzel aus dem Winkel (20.) Auch nach dem Wechsel hielt die gut organisierte ASC-Abwehr mit den Manndecker-Supercops Markus Zeh und Thomas Vobis ihre im bisherigen Saisonverlauf arg strapazierte 18-Quadratmeter-Bude gründlich sauber. Die Männer mit dem SAP-Logo versuchten zwar noch eine Menge(s). Doch Neuenheim war ebenbürtig und hätte nach dem engagierten Auftritt ein Rendezvous mit Verona Feldbusch im Entmüdungsbecken verdient gehabt.
Joseph Weisbrod