29. April 2006, 16:30 Uhr
ASC Neuenheim - Inter Amok Bonn 5:2 (4:0)

Aufgebot des ASC Neuenheim

  1. Marc Braun
  2. Erwin Betzl
  3. Dieter Hafner
  4. Helmut Hauck
  5. Timo Mifka
  6. Gerhard Riehl
  7. Werner Rehm
  8. Gerhard Luksch
  9. Heribert Lormann
  10. Joseph Weisbrod
  11. Bernd Fischer
  12. Werner Lux
  13. Andreas Roth

Die AH des ASC als Gastgeber der besonderen Art. Weit gereist waren die Juristen aus der ehemaligen Bundeshauptstadt um das verlängerte Wochenende zu einem Trip nach Heidelberg zu nutzen. Was lag da näher als die aktuelle AH des ASC, die man übrigens über das Internet ausfindig machte, zu kontaktieren und zu einem netten Spielchen zu bitten. Das Wetter wollte zwar nicht so recht in Stimmung kommen, zumindest was die Temperaturen anbelangte, dafür wurde aber auf dem Rasen umso stimmungsvoller zu Werke gegangen.


gemeinsames Mannschaftsphoto: ASC Neuenheim und Inter Amok Bonn

Da die Gäste nicht in kompletter Mannschaftsstärke vor Ort waren, wurde das Spielfeld mal kurzerhand halbiert und auf die 5 Meter Tore gespielt. 6 Feldspieler, 1 Torwart und fliegender Wechsel hieß nun die Devise. Und natürlich einen international erfahrenen Schiedsrichter, der dem Ganzen einen besonderen Flair verleihen sollte. Einen Freiwilligen in Person von Werner Lux war schnell gefunden. Unaufgeregt und ohne große Gestik leitete er die Partie fehlerfrei und konnte sich dabei noch locker für den Heidelberger Halbmarathon warmlaufen.

Doch das konnte den Spieltrieb des ASC nicht wirklich aufhalten. Furios startete man in die Partie. Noch keine Minute war gespielt da hatte unser Jurist in den ASC Reihen, Timo Mifka, die Führung auf dem Fuß, jedoch verfehlte er das Ziel nur knapp. Wenig später sollte es besser funktionieren. Nach einer herrlichen Flanke von Gerhard Riehl, der extra den weiten Weg aus Eberbach angetreten war, um seine juristischen Kenntnisse aufzufrischen, köpfte Timo Mifka zur Führung ein. Doch das schreckte die Juristen nicht sonderlich und nahmen ihrerseits das Gehäuse des ASC näher in Augenschein, doch das Abwehrbollwerk des ASC ließ sich auch nicht durch juristische Spitzfindigkeiten aus der Ruhe bringen. Und falls dem mal so war, dann konnte man sich auf Marc Braun im ASC Gehäuse verlassen, der jegliche Zweifel beseitigte. Auf der anderen Seite folgte dann der schönste Treffer des Tages. Gerhard Riehl und Timo Mifka baten zum Tanz und spielten die Abwehr unserer Gäste schwindelig. Mit einem zweifachen Doppelpass wurde die Abwehr samt Keeper ausgehebelt und Timo Mifka vollendete zum 2:0. Nun wollten die Juristen dem ASC nicht nachstehen und drängten auf einen eigenen Treffer. Doch dies ging leider nach hinten los. Eine scharfe Flanke vor das Gehäuse der Juristen beförderte man höchstpersönlich ins eigene Tor, obwohl Heribert Lormann einschussbereit schon zur Stelle war. Justitia ist eben (nicht) immer unparteilich. Und vor dem Wechsel der stets fairen Begegnung gelang dem ASC sogar noch der vierte Treffer, für den, wen wunderte es, wiederum Timo Mifka verantwortlich zeigte.

Nach dem Wechsel lies es der ASC zunächst etwas ruhiger angehen, ohne jedoch die Spielkontrolle zu verlieren. Ab und an hatte man noch einige Gelegenheiten das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, doch im Gefühl der sicheren Führung wurde nur allzu oft das schön spielen übertrieben anstatt den direkten Weg zum Tor zu suchen. Aber auch die Justiz aus dem Rheinland hatte noch was in der Hinterhand und zog noch einen Überraschungszeugen aus dem Hut. Immer öfter kamen sie ihrem ersten Treffer bedrohlich nahe. Und nur durch viel Glück und beherztem Eingreifen der ASC Abwehr in höchster Not konnte ein Gegentreffer verhindert werden. Aber irgendwann ist eben auch die beste Mauer mal brüchig und die Gäste wurden für ihr Anrennen belohnt. Zwar half dabei Marc Braun im ASC Gehäuse kräftig mit, aber verdient war es allemal. Und wie so oft. Ein Treffer setzt neue Kräfte frei. Die Anwaltsroben wurden hochgekrempelt und weitere Chancen waren zwangsläufig die Folge. Und, als hätte man es nicht geahnt, fiel auch prompt der zweite Treffer. Dieses Mal war Marc Braun machtlos, wurde er doch sträflichst von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Nun wurde es noch mal eng für den ASC. Die Juristen drängten nun mit aller Macht auf den Anschlusstreffer und so manch ASC-ler fühlte sich zurück erinnert an das Spiel in der Oberpfalz, wo man ebenfalls einen komfortablen Vorsprung verspielte. Aber dieses Mal bekam der ASC noch die Kurve und berappelte sich wieder. Die Aktionen wurden wieder durchdachter und zwangsweise stellten sich auch wieder Gelegenheiten ein. Doch das Manko blieb in der zweiten Hälfte die Chancenauswertung. Nur allzu oft wollte man es zu gut machen und den Ball ins Tor tragen. Und die Spitzen des ASC blieben an diesem Tage stumpf. Weder Josch Weisbrod, der trotz Halbmarathon am nächsten Tag es sich nicht nehmen lies der Kugel hinterher zu jagen, noch Bernd Fischer war es vergönnt einen Treffer zu landen. Torgefährlicher zeigten sich da schon die Mittelfeldspieler, allen voran Werner Rehm. Nachdem er zunächst noch mit einem satten Schuss an den Außenpfosten Pech hatte, machte er es wenig später dafür umso präziser. Er tanzte sich durch zwei Gegner durch und schob überlegt den Ball flach und unhaltbar ins kurze Eck. Das war dann auch die Entscheidung in der Partie. Die Gäste vom Rhein konnten diesen erneuten Rückschlag in Mitten ihrem Plädoyer für den Anschlusstreffer nicht mehr kompensieren und strichen die Segel. Viel Zeit wäre ihnen ohnehin nicht mehr geblieben, denn wenig später pfiff Werner Lux die Partie ab.

Doch das Ergebnis schlug keinem auf's Gemüt. Die Dritte Halbzeit bei Stefan im Vereinsheim war ebenso harmonisch wie zuvor das Spiel. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die nette Einladung. Zum Schluss gab es noch vom "Vorsitzenden Richter" unserer Gäste eine flammende Rede über das gerade eben Gezeigte auf dem Platz und ein nettes Gastgeschenk in Form eines Bildes der Universität zu Bonn. Danke dafür im Namen des ASC und einen hoffentlich noch netten Aufenthalt in Heidelberg.

Dieter Hafner